LinkedIn-Studie: Schwache Arbeitgebermarke kann Millionen kosten

Quelle: DBTV

Mehr als die Hälfte der Arbeitnehmer würde nicht zu einer schwachen Arbeitgebermarke wechseln / LinkedIn berechnet Gehaltsaufschlag, den solche Marken Mitarbeitern bezahlen müssen

Fast ein Drittel der deutschen Arbeitnehmer würde bei einem Jobwechsel auf eine Gehaltserhöhung verzichten, wenn das neue Unternehmen eine starke Arbeitgebermarke ist. Umgekehrt schließen 52 Prozent den Wechsel zu einer schwachen Arbeitgebermarke aus, weitere 21 Prozent würden sich diesen mit einem Gehaltsaufschlag von mindestens 10 Prozent kompensieren lassen. Dies sind Ergebnisse einer Studie* des Business-Netzwerks LinkedIn zum Thema „ROI einer Arbeitgebermarke“, in der über 1.000 deutsche Arbeitnehmer befragt wurden. Im Zusammenhang mit der Studie zeigt LinkedIn auch auf, warum Unternehmen schwache Arbeitgebermarken mit Millionenbeträgen kompensieren müssen. LinkedIn hat seit August 2015 über sieben Millionen Mitglieder in Deutschland, Österreich und der Schweiz und spielt in Employer Branding-Strategien von Unternehmen eine zentrale Rolle.

„Der Aufbau einer positiven Arbeitgebermarke steht für deutsche Personaler an erster Stelle, wenn es um die Personalbeschaffung geht: 43 Prozent erklären diese Disziplin zur Top-Priorität in ihrem Unternehmen**. Mit unserer Studie wollen wir sie dabei unterstützen, den Fokus auf die Aspekte zu legen, die den Arbeitnehmern am wichtigsten sind“, erklärt Chris Brown, Direktor LinkedIn Talent Solutions Großbritannien, der für die Studie verantwortlich zeichnet.

„Eine Arbeitgebermarke ist nicht das, was ein Personalchef gerne über sein Unternehmen hören würde, sondern das, was Mitarbeiter und Kandidaten tatsächlich über einen Arbeitgeber denken und sagen. Soziale Netzwerke bieten Unternehmen die Chance, zuzuhören und transparent mit spannenden Kandidaten in Dialog zu treten“, fügt Alexandra Kolleth, Mitglied der Geschäftsleitung Deutschland, Österreich, Schweiz, hinzu.

Starke Marke, schwache Marke

LinkedIn hat untersucht, welche Aspekte eine Marke in den Augen von Arbeitnehmern attraktiv erscheinen lassen und was sie an Marken abschreckt. Als „starke“ beziehungsweise „schwache“ Arbeitgebermarken definiert LinkedIn die Unternehmen, für welche die Top-3-Kriterien aus dem jeweiligen Bereich zutreffen:

Starke Arbeitgebermarken bieten die folgenden Aspekte:

– 48%: Ein höheres Level an Job-Sicherheit – 36%: Mehr Möglichkeiten der beruflichen Entwicklung – 33%: Mehr Eigenverantwortung und Eigenständigkeit in der Arbeit – 28%: Die Chance, mit einem guten Team zu arbeiten – 23%: Einen hervorragenden Ruf der Führungsmannschaft

Schwache Arbeitgebermarken kämpfen mit folgenden Aspekten:

– 52%: Unternehmen, bei denen die Arbeitsplatzsicherheit in Frage steht – 50%: Unternehmen mit dysfunktionalen oder schlecht performenden Teams – 44%: Eine Führungsmannschaft mit schlechtem Ruf – 37%: Negative Kommentare von (ehemaligen) Mitarbeitern – 34%: Beschränkte Möglichkeiten der Karriereentwicklung

7 Millionen Euro Mehrkosten