Digitale Werbeumfelder und positives Konsumklima lassen den Deutschen Werbemarkt auch 2016 wachsen

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Nach positiver Entwicklung im vergangenen Jahr wird der Deutsche Werbemarkt auch 2016 weiter wachsen. Zu dieser Einschätzung kommt die Hamburger Agenturgruppe JOM (Jäschke Operational Media / JOM com) in ihrer jährlichen Prognose. Laut JOM werden die Netto-Werbeausgaben der Unternehmen in Deutschland im laufenden Jahr um ca. 2,0% ansteigen und ein Volumen von über 23 Mrd. Euro erreichen.

Die Experten von JOM sagen dabei für die klassischen Medien ein nahezu unverändertes Niveau zum Vorjahr voraus. Die weiter schwächelnden Print-Erlöse werden durch Zuwächse in Medien wie TV oder Außenwerbung aufgefangen.

Wachstum erzielt der Gesamtmarkt weiter aus den digitalen Werbemedien. Wie schon im vergangenen Jahr bleiben auch 2016 die Wachstumsraten für mobile Werbeformen, Online-Video und Content-Marketing auf hohem Niveau und treiben den Markt. Mit einem Volumen von über 300 Mio. EUR in 2016 hätten sich beispielsweise die Werbeausgaben im Mobile-Marketing seit 2014 mehr als verdoppelt. Ein gleiches Bild zeigt sich im Bereich des non-linearen Bewegtbilds (Online-Video). Hier prognostiziert JOM das Volumen auf knapp über 400 Mio. EUR. Für die vom Volumen her größten Bereiche Display-Marketing (+1,8%) und Suchmaschinenmarketing (+1,0%) geht JOM hingegen von deutlich schwächeren Steigerungen aus.

„Die Investitionsfreude der Unternehmen wird auch 2016 anhalten, da das Wirtschaftswachstum nach heutigem Stand stabil bleibt, und der private Konsum hierbei weiterhin eine wesentliche Stütze bildet. Durch neue Technologien, immer mobilere Mediennutzung aber auch Entwicklungen wie Programmatic Advertising profitieren insbesondere die digitalen Medien“, so Michael Jäschke, Geschäftsführer der JOM Jäschke Operational Media / JOM com.

Von Groß-Events wie der Fußball-EM in Frankreich oder den olympischen Sommerspielen in Rio sind aus Sicht von JOM keine größeren Wachstumsimpulse auf den deutschen Werbemarkt zu erwarten. Die Preissteigerungen der Medien liegen im Jahr 2016 im Durchschnitt voraussichtlich bei ca. 3 %.