Vorstand der Chemie-Arbeitgeber in Baden-Württemberg neu gewählt

Markus Scheib, der wiedergewählte Vorsitzende der Chemie-Arbeitgeber in Baden-Württemberg (Arbeitgeberverband Chemie Baden-Württemberg e.V.), erinnerte daran, was die chemische und pharmazeutische Industrie der europäischen Einigung zu verdanken hat (Chemie, Pharma, Europa, EU, Wahl, Industrie). Scheib wurde am 7.5.2019 in Baden-Baden von der Mitgliederversammlung der Chemie-Arbeitgeber im Amt bestätigt. Quelle: Arbeitgeberverband Chemie Baden-Württemberg e.V., Frank Eppler"

Eine weiterhin gute Entwicklung für den Verband – dieses Fazit konnte Markus Scheib, der Vorsitzende der Chemie-Arbeitgeber in Baden-Württemberg, auf der jüngsten Mitgliederversammlung in Baden-Baden ziehen. Die 270 Mitgliedsunternehmen des Arbeitgeberverbandes Chemie Baden-Württemberg e.V. (agvChemie) haben am Dienstag ihre wichtigsten Gremien neu gewählt. Markus Scheib, Geschäftsführer der Mineraloelraffinerie Oberrhein in Karlsruhe und Vorsitzender des Vorstandes seit 2010, wurde im Amt bestätigt. Seine Stellvertreter im Vorstandsvorsitz sind Patrick Krauth, Schwabe Gruppe, Karlsruhe, und Michael Lindner, Börlind, Calw.

Ein „Ja zu Europa“ – weil es sich lohnt

Markus Scheib, der alte und neue Vorsitzende des Verbandes, betonte in seinem Bericht zur Lage des Verbandes, dass die Integration in Europa für den Erfolg der Branche ein entscheidender Faktor sei: „Der gemeinsame Binnenmarkt ist mit dafür verantwortlich, dass die Chemie mehr als zwei Drittel ihrer Auslandsgeschäfte in Europa tätigt“. Die Chemie-Arbeitgeber werden, so Scheib, sich weiter intensiv in Europa – aber auch darüber hinaus – engagieren.

Kritik an Regelungsdichte

Für die überwiegend mittelständische chemische und pharmazeutische Industrie im Land verwies er aber auch darauf, dass die Brüsseler Bürokratie ein Problem sei: „Es ist in der Sozialpolitik nicht vermittelbar, wenn die EU zusätzlich gerade für die Mittelständler kostenintensive Regulierungen erlässt.“ Hier müsse stattdessen die Subsidiarität greifen – die EU dürfe nur dort tätig werden, wo das die Mitgliedsstaaten nicht könnten.

Vorstand des agvChemie gut aufgestellt

Der gesamte Vorstand des agvChemie umfasst neben Scheib, Krauth und Lindner Dr. Olaf Breuer, Evonik, Rheinfelden, Joachim Hofmann, Brüggemann Chemicals, Heilbronn, Christjan Knudsen, Boehringer Ingelheim Deutschland, Biberach, Thomas Mayer, Hauptgeschäftsführer des agvChemie, Dr. Michael Münzing, Münzing Chemie, Heilbronn, sowie Mathias Siebe, Michelin Reifenwerke, Karlsruhe. Die Amtszeit beträgt zwei Jahre.

Zum Arbeitgeberverband Chemie Baden-Württemberg e.V. (agvChemie)

Der agvChemie ist der Arbeitgeberverband für die Unternehmen der chemischen und pharmazeutischen in Baden-Württemberg. Er vertritt die tarif- und sozialpolitischen Interessen von 270 Unternehmen mit mehr als 78.000 Beschäftigten. Die Unternehmen im agvChemie machen einen Umsatz von ca. 28,3 Milliarden Euro (2018).

Zur chemischen Industrie im Land

In den Verbänden der chemischen und pharmazeutischen Industrie in Baden-Württemberg (ChemieBW) sind derzeit insgesamt 479 Mitgliedsunternehmen mit 107.100 Beschäftigten organisiert. Der Jahresumsatz betrug 2018 ca. 39 Milliarden Euro. Die größten Teilbranchen sind Pharma (37 Prozent), Lacke, Farben und Bautenschutz (12 Prozent), Körperpflege und Waschmittel sowie Leime, Klebstoffe und Mineralöl (jeweils 8 Prozent). Derzeit bilden die Unternehmen etwa 3.500 Jugendliche aus.

Als ChemieBW treten die Verbände mit Sitz in Baden-Baden gemeinsam in der Öffentlichkeit auf. Es handelt sich dabei um – den tarif- und sozialpolitisch tätigen Arbeitgeberverband Chemie Baden-Württemberg e.V. (agvChemie) – den wirtschaftspolitischen Verband der Chemischen Industrie e.V., Landesverband Baden-Württemberg (VCI). Der VCI hat in Baden-Württemberg zwei eigenständige Fachverbände: – den Landesverband Baden-Württemberg des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie e.V. (BPI), und – die Bezirksgruppe Baden-Württemberg des Verbandes der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie e.V. (VdL).