Bundespräsident Christian Wulff besucht die Volksrepublik Bangladesch

16. November 2011 11:38 0 Kommentare Views: 19

Im Rahmen seines offiziellen Besuchs vom 28. bis 30. November spricht das deutsche Staatsoberhaupt mit Repräsentanten aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft sowie mit Vertretern verschiedener Religionsgemeinschaften.

Mit der Reise möchte der Bundespräsident die Beziehungen beider Länder stärken und Chancen in der wirtschaftlichen Zusammenarbeit aufzeigen. “Das Wirtschaftswachstum in Bangladesh ist sehr erfreulich”, betont der Bundespräsident und äußert seine Freude darüber, dass sich die Deutsch-Bengalische Handelskammer (BGCCI) so gut entwickelt habe. Daniel Seidl, Geschäftsführer der BGCCI, bewertet den Boom der bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und Bangladesch ebenfalls sehr positiv: “Das rege Interesse der deutschen Politik zeigt, dass wir mittlerweile als Partner auf Augenhöhe wahrgenommen werden. Und das zu Recht, denn die wirtschaftliche Entwicklung des Landes ist bemerkenswert. Jetzt gilt es, das Potenzial auszuschöpfen.”

Der Besuch des Bundespräsidenten ist der diesjährige Höhepunkt der Beziehungspflege zwischen Deutschland und Bangladesch. Im Juni besuchte Dirk Niebel den südasiatischen Staat, im September traf Handelsminister Faruk Khan auf seiner Deutschland-Tour Vertreter aus Wirtschaft und Politik, im Oktober eröffnete Premierministerin Sheikh Hasina das erste Deutsch-Bangladeschische Wirtschaftsforum in Berlin und wurde von Bundeskanzlerin Angela Merkel zum Gespräch empfangen. Ein Gegenbesuch der Kanzlerin ist in der ersten Jahreshälfte 2012 zu erwarten.

Bangladesch ist seit 1996 mit durchschnittlich 6,5 Prozent Wirtschaftswachstum jährlich auf einem soliden Kurs. Dabei setzt die bangladeschische Wirtschaftspolitik konsequent und mit großem Erfolg auf den Export. 2010 ist das Land zum drittgrößten Bekleidungslieferanten für Europa avanciert und entwickelt sich mit einem Handelsvolumen von 4 Milliarden US $ zu einem immer wichtiger werdenden Partner für die deutsche Wirtschaft. Zwischen Januar und Juni 2011 ist der bilaterale Handel zwischen Deutschland und Bangladesch um 50 Prozent gewachsen.

Neben der Textilindustrie, bislang wesentlicher Treiber für die wirtschaftliche Entwicklung, produziert das Land hochwertige Lederwaren und Jute-Produkte. Ein weiterer aufstrebender Industriezweig ist der Schiffbau: Im Jahr 2011 wurden 10 Schiffe allein nach Deutschland ausgeliefert und die Auftragslage entwickelt sich weiterhin positiv.

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