Große Unterstützung für den Kurs der Nordzucker AG auf der diesjährigen Hauptversammlung

Hauptversammlung 2016: Große Unterstützung für den Kurs des Unternehmens / Nordzucker AG. Quelle (c). Nordzucker AG/Nils Hendrik Müller

Die diesjährige Hauptversammlung der Nordzucker AG stand unter dem Motto „Den Übergang gestalten“. Ein herausforderndes Geschäftsjahr mit einem angespannten Marktumfeld und der bevorstehende Umbruch auf dem europäischen Zuckermarkt bildeten den thematischen Rahmen der Veranstaltung.

Rund 200 Aktionäre besuchten die Hauptversammlung der Nordzucker AG in der Braunschweiger Stadthalle. Hans-Christian Koehler, der Aufsichtsratsvorsitzende des Unternehmens, unterstrich gleich zu Beginn vor den Aktionären die Bedeutung von Effizienz und Wachstum für die Zukunft des Unternehmens: „Nordzucker steuert finanziell stark und gut vorbereitet in den neuen EU-Markt ohne Zuckerquoten und Rübenmindestpreise.“ Dazu seien der Fokus auf Effizienz in allen Bereichen sowie die Sicherung des Rübenanbaus durch neue attraktive Vertragsmodelle im Konzern richtungsweisende Schritte.

Die zentralen Tagesordnungspunkte der Hauptversammlung folgten dem Leitmotiv. So wurde im Rahmen von Satzungsänderungen über die Verkleinerung des Aufsichtsrats abgestimmt. Zudem stand die Schaffung eines genehmigten Kapitals von bis zu maximal 11,1 Prozent des derzeit bestehenden Grundkapitals auf der Agenda.

„Die Schaffung eines genehmigten Kapitals ist ein wichtiges Signal, um mit der nötigen Flexibilität das angestrebte Wachstum auch umsetzen zu können“, unterstrich Koehler.

Die Zustimmung zur Verkleinerung des Aufsichtsrates wertete der Aufsichtsratsvorsitzende als ein Beitrag zu mehr Effizienz, zu schlankeren und schnelleren Entscheidungen, bei denen die hochprofessionelle Arbeit des Gremiums im Vordergrund stehe, nicht die Anzahl der Mandate.

Besseres Ergebnis für 2016/17 in Sicht

Zuvor hatten der Vorstandsvorsitzende Hartwig Fuchs und seine Vorstandskollegen die Ergebnissituation sowie den Ausblick auf das bereits laufende Geschäftsjahr erläutert.

So war das abgelaufene Geschäftsjahr zwar besser als erwartet zu Ende gegangen, die Ertragslage blieb aber nicht zufriedenstellend. Im Geschäftsjahr 2015/16 verringerte sich der Umsatz um mehr als 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 1.607 Millionen Euro (Vorjahr 1.866 Mio. Euro). Mit einem operativen Ergebnis (EBIT) von 16 Millionen Euro (Vorjahr 26 Mio. Euro) musste Nordzucker einen weiteren deutlichen Rückgang verkraften, konnte sich aber – entgegen den Erwartungen am Geschäftsjahresbeginn – in der Gewinnzone halten.

Mit den neuen Vertragssystemen bleibt der Rübenanbau auch ab 2017 attraktiv. Die Mengenplanung wird künftig marktorientiert ausgerichtet. In Deutschland ist die Vertragszeichnung für 2017 bereits abgeschlossen. Dabei kam es zu einer Überzeichnung der angebotenen Mengen.

In Lagerkapazitäten und Energieeinsparung wird Nordzucker im laufenden Geschäftsjahr insgesamt 82 Millionen Euro investieren. Zudem soll mit der Einführung von Lean-Management-Methoden die Effizienz in allen Bereichen und Prozessen gesteigert werden.

Nordzucker geht für das Geschäftsjahr 2016/17 insgesamt von einer Umsatzentwicklung leicht über dem Vorjahr bei einem gleichzeitig erheblich besseren Ergebnis aus.

Das Unternehmen will weiter wachsen. „Stehenbleiben reicht nicht. Wir werden künftige Engagements im Zuckerbereich innerhalb und außerhalb Europas sehr genau prüfen und unsere Chancen nutzen“, erklärte Hartwig Fuchs vor den versammelten Aktionären.

Die Hauptversammlung bekräftigte den Kurs des Unternehmens und entlastete Vorstand und Aufsichtsrat. Zudem billigten die Aktionäre den Dividendenvorschlag von 0,10 Euro je Stückaktie. Insgesamt werden rund 4,8 Millionen Euro ausgeschüttet.

Mit Ablauf der Hauptversammlung endete turnusgemäß die Amtszeit der Aufsichtsratsmitglieder Gerhard Borchert (Landwirt, Brome), Hans-Theo Jachmann (Syngenta) und Matts Rosendahl (Berater). Gerhard Borchert und Hans-Theo Jachmann wurden für ein Jahr im Amt bestätigt. Neu in den Aufsichtsrat gewählt wurde Dr. Carin-Martina Tröltzsch (DuPont Deutschland).

Die Satzungsänderungen erhielten ebenso wie die Schaffung eines genehmigten Kapitals die notwendigen Zustimmungen.