Deutsche Umwelthilfe präsentiert beunruhigende Abgaswerte von neuen wie nachgerüsteten Diesel-Pkw

Abgasskandal - Dieselgate - Autokartell. Bildquelle, rechte: Kraus Ghendler Ruvinskij - Autokartell.

Deutsche Umwelthilfe präsentiert neue NOx-Messergebnisse ihres Emissions-Kontroll-Instituts – Diesel-Pkw mit Software-Update zeigen bei winterlichen Außentemperaturen unverändert schlechte Abgaswerte – Deutsche Umwelthilfe wird aktuelle Versuche der Dieselkonzerne und ihrer politischen Repräsentanten, die gesundheitlichen Auswirkungen von NO2 und die Standorte der Messstationen in Frage zu stellen, bewerten

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat in den vergangenen Monaten in ihrem Emissions-Kontroll-Institut (EKI) erneut Diesel-Pkw unter die Lupe genommen und deren Abgasverhalten insbesondere bei für das Winterhalbjahr typischen Außentemperaturen im realen Betrieb auf der Straße untersucht.

Es zeigt sich erneut, dass die von Autoindustrie und Verkehrsminister Andreas Scheuer propagierten „Software-Updates“ insbesondere bei niedrigen Außentemperaturen praktisch keinen Beitrag zur Verbesserung der Luftqualität und der Einhaltung der Grenzwerte für das Dieselabgasfgift Stickstoffdioxid (NO2) leisten. Zudem wird die DUH über extreme Abgasemissionen bei bestimmten Dieselmotoren und Fahrzeugtypen informieren, für die bislang keine behördlichen Rückrufanordnungen ergriffen wurden.

Im Rahmen einer geplanten Pressekonferenz diesen Freitag, wird die (DUH) anhand eines Beispiels eines betroffenen Diesel-Eigners aufzeigen, wie wirkungslos ein Software-Update für die Luftqualität ist. Hartmut Bäumer, Gründer des „Aktionsbündnis Gerechtigkeit im VW-Abgasskandal“ hat vom DUH-Prüfinstitut EKI seinen Audi Euro 5-Betrugsdiesel bezüglich der realen Abgasemissionen vor und nach dem Software-Update messen lassen. Hartmut Bäumer wird von seinen Erfahrungen mit Audi sowie über sein Gerichtsverfahren gegen den Autohersteller berichten.