ZDF zeigt Dokumentation „Wir Deutschen und die Demokratie“

Der Präsident des parlamentarischen Rates, Konrad Adenauer, bei der Unterzeichnung des Grundgesetzes am 23. Mai 1949 in Bonn. Quelle: ZDF, AP.

70 Jahre Grundgesetz und 100 Jahre Weimarer Verfassung geben Anlass, einen vergleichenden Blick auf die Geschichte der beiden deutschen Republiken zu richten. In der ZDFzeit-Dokumentation „Wir Deutschen und die Demokratie“, am Dienstag, 30. April 2019, 20.15 Uhr, nehmen die Autoren Peter Hartl und Stefan Brauburger überdies Bezug auf die Debatte, ob sich angesichts aktueller Entwicklungen die Frage nach einem Rückfall in „Weimarer Verhältnisse“ stellt.

„Weder war die Weimarer Republik zum Scheitern verurteilt noch die Erfolgsgeschichte der Bundesrepublik vorherbestimmt“, sagt Redaktionsleiter Stefan Brauburger, „doch die Mütter und Väter des Grundgesetzes haben den negativen Erfahrungen aus der Geschichte Rechnung getragen.“

Dass es auch weiterhin gilt, Lehren aus dem Scheitern von „Weimar“ zu ziehen, konstatieren renommierte Experten in der Dokumentation. Sie sondieren, welche Symptome heute mit früheren Fehlentwicklungen vergleichbar sind, und zwar in Bezug auf die Verfassungslage, auf ökonomische Bedingungen, Demokratieakzeptanz, die Entwicklung der Parteien- und Medienlandschaft sowie auf extremistische Strömungen.

Interviewpartner sind neben anderen die Historikerinnen und Historiker Frank Bösch, Ursula Büttner, Christopher Clark, Manfred Görtemaker, Hedwig Richter, Andreas Rödder, Heinrich August Winkler, Andreas Wirsching und der in die USA emigrierte Germanist Guy Stern (Jahrgang 1922), der Weimars Abgesang noch selbst erlebt hat. Zudem schildert BAP-Sänger Wolfgang Niedecken seine Eindrücke von der Entwicklung der politischen Kultur in Deutschland.