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Tchibo kopiert Nespresso mit neuem Kaffeekapsel-Konzept

Bild (c) DBTV

Tchibo greift mit einem Geheimprojekt Nestlés Erfolgsmodell Nespresso an. Der Hamburger Kaffee- und Hartwarenhändler hat eine Kapselmaschine entwickelt, die die Vorzüge eines Vollautomaten mit technischen Innovationen wie der Steuerung per Smartphone verbinden und preislich unter vergleichbaren Nespresso-Geräten liegen soll. Dies berichtet die Lebensmittel Zeitung (dfv Mediengruppe) in ihrer aktuellen Ausgabe. Aber nicht nur das Produkt, auch das Vertriebsmodell erinnert an ein bekanntes Vorbild: Nach LZ-Informationen will Tchibo die Maschine unter der Marke QBO in eigens errichteten Filialen sowie im Internet verkaufen.

Nachdem der ursprünglich Ende vergangenen Jahres geplante Start aufgrund technischer Probleme verschoben werden musste, sollen die ersten beiden Standorte Ende März in Wien und Berlin eröffnen. Die Arbeiten in den Filialen laufen bereits, die Internetseite QBO.de ist seit August registriert. Der Absender Tchibo wird nicht in Erscheinung treten, das Familienunternehmen will sich nicht einmal zu dem Vorhaben äußern. Die Entwicklung der Maschine ist Aufgabe der 2009 gegründeten Luna Technology Systems LTS GmbH mit Sitz in Wallisellen bei Zürich. Seit Mitte 2015 trägt die Gesellschaft den Namen QBO Coffee GmbH. Als Geschäftsführer fungieren der frühere Vorwerk-Manager Friedrich Kross und Hamid Dastmalchian, der parallel für Tchibos Kaffeesystem Cafissimo zuständig ist. Gesellschafter ist die Tchibo Austria Holding GmbH.

Tchibo will offenbar mit dem Konzept expandieren, ein echter Befreiungsschlag für das kriselnde Kerngeschäft ist zunächst jedoch nicht zu erwarten. Der Konzern hat mit rückläufigen Umsätzen zu kämpfen. Nach LZ-Informationen musste das Unternehmen im vergangenen Jahr ein leichtes Minus hinnehmen, das sich unter einem Prozent bewegt. Stärker als erwartet hat das Ebit gelitten. Lag das Ergebnis vor Zinsen und Steuern 2014 noch bei 191 Mio. Euro, so ist es dem Vernehmen nach im vergangenen Jahr unter die Marke von 100 Mio. Euro gesunken.

Quelle: dfv Mediengruppe/Lebensmittelzeitung

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