Stationärer Modehandel verliert 2016 weiter an Umsatz

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2016 war kein gutes Jahr für den stationären Modehandel in Deutschland. Im Schnitt sank der Umsatz der Branche um 2 Prozent. Das berichtet die Fachzeitschrift TextilWirtschaft (dfv Mediengruppe) in ihrer aktuellen Ausgabe. Danach haben vor allem viel zu heiße September und das schwache Weihnachtsgeschäft dem deutschen stationären Modeeinzelhandel die Bilanz verhagelt. Nach dem Pari 2015 bedeutet dies wieder eine deutliche Verschlechterung der Umsatzlage.

Im September, bei Temperaturen von über 30 Grad Celsius, verkauften sich demzufolge Winterartikel wie Daunenjacken, Mäntel und Winterstiefel, kaum. In dem Monat verzeichneten die stationären Modehändler im Schnitt einen Umsatzrückgang von 16 Prozent. Laut TextilWirtschaft habe es im vierten Quartal zwar eine leichte Erholungstendenz gegeben, die jedoch das Minus für das Gesamtjahr nicht mehr habe abwenden können. Trotz hoher Rabatte von bis zu 70 Prozent blieb etwa im Dezember der Umsatz der stationären Modehändler nur auf Vorjahresniveau (Vorlage Dezember 2015: minus 1 Prozent).

Dabei ist nach Darstellung des Blattes im vergangenen Jahr die Zahl der verkauften Teile sogar leicht gestiegen. Die Durchschnittspreise pro Artikel seien allerdings gesunken. Das Jahresergebnis basiert auf einer aktuellen Erhebung der TextilWirtschaft: Wöchentlich befragt die Fachzeitschrift einen ausgewählten Kreis an marktrelevanten Modeanbietern zu ihrer Umsatzentwicklung.