Provinzial Rheinland erwartet 2017 erfolgreichstes Geschäftsjahr.

Die Hauptverwaltung der Provinzial Rheinland in Düsseldorf. Quelle: Provinzial Rheinland Versicherungen - Ben Wolf.

Die Provinzial Rheinland Gruppe ist 2017 in Komposit deutlich über dem Markt gewachsen und geht für das abgelaufene Geschäftsjahr von guten Geschäftsergebnissen aus. Die Unwetterereignisse „Burglind“ und „Friederike“ verursachten zu Beginn des neuen Jahres zweistellige Millionen-Schäden bei Kunden der Gruppe.

Nach vorläufigen Geschäftszahlen konnten die Kompositversicherer der Provinzial Rheinland Gruppe im vergangenen Jahr ein Beitragswachstum im selbst abgeschlossenen Geschäft (saG) von 5,4 Prozent auf 1,50 Mrd. Euro erreichen. Damit liegt die Gruppe erneut über dem Wachstum des Marktes. Treiber des Wachstums waren hier vor allem die Kraftfahrtversicherung sowie die Wohngebäudeversicherung. In der Lebensversicherung gingen die Beiträge nach vorläufigen Schätzungen dagegen um etwa 8,4 Prozent auf 1,1 Mrd. Euro zurück, was insbesondere am gesteuerten Rückgang der Einmalbeiträge liegt, die für das Neugeschäft limitiert wurden. In der fondsgebundenen Versicherung – sowohl gegen laufenden Beitrag, als auch gegen Einmalbeitrag – erzielte das Unternehmen jedoch erneut ein sehr erfreuliches Beitragswachstum um 18,3 Prozent beziehungsweise 44,6 Prozent.

Die Combined Ratio im selbst abgeschlossenen Geschäft der Provinzial Rheinland, also die Summe von Schadenaufwand und Kosten im Verhältnis zu den verdienten Bruttobeiträgen, wird wegen der verbesserten Schadensituation bei voraussichtlich 89,1 Prozent liegen. Damit liegt die Provinzial Rheinland erneut deutlich unter der für den Markt erwarteten Combined Ratio von 95 Prozent. Die Provinzial Rheinland Holding erwartet ein Jahresergebnis, das voraussichtlich etwas unterhalb des Vorjahres (46,5 Mio. Euro) liegen wird.

Winterstürme „Burglind“ und „Friederike“ zum Jahresauftakt mit Millionenschäden

Das neue Jahr begann für die Provinzial Rheinland stürmisch. Aufgrund der Unwetterereignisse „Burglind“ (3. Januar) und „Friederike“ (18. Januar) erwartet die Provinzial Rheinland Gruppe (also Provinzial Rheinland Versicherungen, Lippische Landesbrandversicherung und Sparkassen-Direktversicherung) einen Gesamtschadenaufwand für beide Ereignisse von circa 82 Mio. Euro. Allein der Gesamtschadenaufwand von „Friederike“ wird zwischen rund 59 und 65 Mio. Euro beziffert.

Zukunftsprogramm „Plan P“ zeigt sehr gute Erfolge

Anfang 2016 hat die Provinzial Rheinland ihr Zukunftsprogramm „Plan P“ gestartet. Damit sollen zum einen die jährlichen Kosten um rund 25 bis 30 Mio. Euro verringert werden. Mit Halbzeit des Projektes ist das Unternehmen durch eine Reihe erfolgreicher Einsparmaßnahmen bereits auf einem sehr guten Weg, das anvisierte Ziel bis 2020 zu erreichen.

Darüber hinaus trägt das Unternehmen mit „Plan P“ auch dem geänderten Kundenverhalten im Rahmen der fortschreitenden Digitalisierung Rechnung. Kunden erwarten heute neben hohen Service-Standards auch schnelle Reaktionszeiten. Hier setzt die Provinzial Rheinland auf den Einsatz von künstlicher Intelligenz. Mit Hilfe kognitiver (semantischer) Erkennungen werden Routine-Prozesse zukünftig automatisiert, beschleunigt und vereinfacht, um Kundenkontakte angenehmer zu gestalten und Mehrfachanfragen zu vermeiden. Erste Prozesse im Konzern, wie die Kfz-Kündigungen per E-Mail der Tochtergesellschaft Sparkassen DirektVersicherung, wurden bereits erfolgreich automatisiert.