Provinzial NordWest wächst 2018 um 113 Millionen Euro

Friederike als heftigster Sturm seit Kyrill

Das Geschäftsjahr 2018 begann „stürmisch“: Orkantief Friederike fegte am 18. Januar über den Westen Deutschlands mit einem Schwerpunkt im Münsterland. Der Westfälischen Provinzial wurden rund 135.000 Schäden gemeldet. „Nach dem zweitgrößten Sturmereignis in der Geschichte des Unternehmens erwarten wir insgesamt Schadenleistungen für unsere Kunden in Höhe von rund 170 Millionen Euro.“

„Ein herzlicher Dank an alle Beteiligten im Innen- und Außendienst, die nach diesem außergewöhnlichen Sturmereignis mit Hochdruck und in Sonderschichten gearbeitet haben, um die Schäden für unsere Kunden schnellstmöglich zu regulieren“, so Dr. Wolfgang Breuer. „Schäden sind für uns der ‚Moment of Truth‘. Wir lösen unser Leistungsversprechen ein und helfen unseren Kunden.“

Die Bruttoschadenaufwendungen des Provinzial NordWest Konzerns im selbst abgeschlossenen Geschäft stiegen, vor allem durch Friederike, kräftig um 17 % auf 1,37 (1,17) Mrd. Euro an. Dadurch erhöht sich die Combined Ratio für 2018 zwar gegenüber dem guten Vorjahr auf voraussichtlich 95 % (87,4 %), bleibt dennoch aber im guten Marktschnitt. „Wir erwarten für das Geschäftsjahr trotz eines solch schadenintensiven regionalen Mega-Ereignisses mit dem Orkan Friederike ein ordentliches positives versicherungstechnisches Ergebnis. Dies zeigt erneut, dass die PNW sehr stabil und gesund dasteht“, erläutert Dr. Wolfgang Breuer.

Sehr gutes Neugeschäft in der Lebensversicherung

Das Neugeschäft in der Lebensversicherung entwickelte sich im vergangenen Geschäftsjahr mit einer Steigerung von 11,2 % sehr positiv. Dadurch stiegen die gebuchten Bruttobeiträge bei der Provinzial NordWest Lebensversicherung (PNWL) insgesamt um 4,1 % auf rund 1,46 (1,41) Mrd. Euro an. Das vom GDV in der Lebensversicherung erwartete Marktwachstum von 2,4 % wurde klar übertroffen. Unter Einbeziehung von Pensionskassen und Pensionsfonds betrug das Marktwachstum sogar nur 1,4 %. „Wir haben unser Produktportefeuille neu aufgestellt und können mit innovativen, marktorientierten Produkten bei den Kunden punkten“, bilanziert Dr. Wolfgang Breuer. Wachstumsmotor waren insbesondere die fondsgebundenen Lebensversicherungen, u. a. auch das fondsgebundene Riestergeschäft. Zuwächse konnten dabei sowohl bei den Produkten gegen Einmalbeitrag (+ 12,6 %) als auch beim laufenden Neubeitrag (+ 2,2 %) erzielt werden. Dabei setzt die PNWL auf ein nachhaltiges und solvenzschonendes Wachstum: „Der Anteil solvenzschonender Produkte am Neugeschäft liegt gemessen an der Beitragssumme bei 82 %“, erklärt Dr. Wolfgang Breuer.

Zur neuen Produktgeneration zählt zum Beispiel das Ende 2017 eingeführte GenerationenDepot Invest. „Mit vielen individuellen Gestaltungsmöglichkeiten eignet es sich hervorragend zur Vermögensübertragung an die nächste Generation. Auch im wichtigen Bereich der betrieblichen Altersvorsorge setzen wir kräftige Akzente. Mit unserer Firmen FörderRente haben wir mit Blick auf das Anfang 2018 in Kraft getretene Betriebsrentenstärkungsgesetz eine attraktive neue arbeitgeberfinanzierte Direktversicherung entwickelt“, so Dr. Wolfgang Breuer. „Als öffentlicher Versicherer haben wir dabei auch die Geringverdienerförderung im Blick. Unsere Vertriebspartner haben hier bereits über 1.000 Verträge für ihre Kunden abgeschlossen.“

Auch für das laufende Geschäftsjahr 2019 werden neue Produktkonzepte entwickelt. Mitte Mai startet eine digital abschließbare Berufsunfähigkeitsversicherung speziell für eine junge Zielgruppe. Ab Herbst wird ein neues modulares Konzept in der Berufsunfähigkeitsversicherung angeboten. Hier können die Kunden individuell aus verschiedenen Bausteinen auswählen.