Nie wieder Heizkostenschock

Dieses immense – auch gesellschaftliche – Problem könnte bald der Vergangenheit angehören. Das Herdecker Start-up Bioheatplus macht mit einer heizungstechnischen Erfindung das Heizen mit Strom erstmals so sparsam, dass es als einzige Elektroheizanlage in Wohnungen, Privathäusern, Bürogebäuden und Containern als Alleinheizsystem auf hochgradig energieeffizient und somit nicht zuletzt klimaschützend eingesetzt werden kann.

Mieter, Kostenträger und Eigentümer profitieren gleichermaßen

Es ist sicher kein Zufall, dass es Unternehmen der Wohnungswirtschaft sowie Energieunternehmen sind, die Bioheatplus frühzeitig für sich als Lösung definiert und zum Jahreswechsel 2018/2019 die ersten Nachtspeicheröfenersatz-Projekte auf den Weg gebracht haben. Denn dieser Systemwechsel benötigt keinerlei zusätzliche Installationen. Bioheatplus-Heizsysteme können direkt an die vorhandenen, separaten Nachtstromleitungen und -zähler angeschlossen werden. Somit ist eine dezentrale Wärmeversorgung und strikt verbrauchsorientierte Messung garantiert. Für die Eigentümer besonders interessant: Bioheatplus bringt auf Wunsch einen Wärmecontractingpartner mit ins Projekt. Das Konzept und die Leistungen des Energieunternehmens überzeugen. Als Gegenwert zu einem langfristigen Energieliefervertrag zu fairen Strompreisen übernimmt der Contractingpartner die gesamten Investitionskosten für die neue, sparsame Elektroheizanlage, das Reparatur- und Instandsetzungsrisiko sowie die Entsorgung der alten, oftmals asbestverseuchten Nachtspeicheröfen. Die Stromabrechnungen erfolgen jeweils direkt mit dem Mieter.

Das könnte also ein froheres Neues Jahr werden sowohl für Mieter als auch für die Eigentümer. Liegt doch das Heizenergiekosten-Einsparpotential durch Bioheatplus bei 50-80 Prozent gegenüber der veralteten Nachspeicherofen-Technik. Bei äußerst geringen Installationskosten. Dem Pilotprojekt „Umrüstung von Nachspeicheröfen auf Bioheatplus“ in Haan werden direkt ab Januar 2019 weitere Projekte mit über 400 Wohnungen folgen.

Hintergrund: Das bisher ungelöste Problem der veralteten Nachtspeicherofentechnik

Zum Hintergrund: Die völlig veraltete Nachspeicherofentechnik ist eine Entwicklung der siebziger Jahre. Die exorbitant hohen Heizungskosten, verursacht durch den hohen Verbrauch, die Trägheit und Ineffizienz der Speicherung und Wärmeabgabe und die völlig unzureichende Steuermöglichkeit der Nachtspeicher-Heizöfen, lassen Mieter und Kostenträger seit Jahrzehnten verzweifeln. Aber auch die Wohnungsfirmen wussten bisher nicht weiter. Denn ihre Mieteinnahmen stagnieren seit Jahren auf niedrigem Niveau weil ein viel zu hoher Wohnkostenanteil in die Heizung fließt. Die Folgen: Zu wenig Rendite aus den Mieten für die Modernisierung, Sanierung und für den Werterhalt von Zehntausende von Wohnimmobilien. Inzwischen sind tausende ganzer Siedlungen in ihrer Wirtschaftlichkeit und somit in ihrer Existenz bedroht. Angesichts der Wohnungsknappheit baute sich somit ein Modernisierungsstau von gesellschaftlicher Tragweite auf.