Neue Probleme bei VW – Autohersteller ignoriert schwerwiegenden Sicherheitsmangel

Quelle: obs/AUTO BILD/Lena Willgalis

Nach dem Vertrauensverlust wegen manipulierter Abgastests droht VW weiterer Ärger. Diesmal sind rostende Erdgastanks das Problem: Im Extremfall können die Fahrzeuge sogar explodieren. Mindestens zwei schwere Unfälle beim Tanken des VW Touran EcoFuel sind bekannt: Autos wurden zerstört und Menschen teilweise schwer verletzt, als die mit 200 Bar Druck befüllten Erdgasflaschen explodierten.

Wie AUTO BILD in ihrer neuesten Ausgabe 39/2015 (EVT: 25.9.2015) exklusiv berichtet, weiß der Hersteller von dem Problem: Bereits 2012 gab es wegen korrosionsanfälliger Tanks des VW Tourans (Bauzeitraum 2005 bis 2009) eine Rückruf-Aktion. „Volkswagen behauptet, dass sie seitdem den Lackaufbau verbessert haben“, so AUTO BILD-Redakteur Matthias Moetsch. „Tatsächlich berichten auch Besitzer deutlich jüngerer Tourans von Gammel-Tanks. Außerdem tritt das Problem bei anderen EcoFuel-Modellen von VW auf.“

Anders als beispielsweise in Schweden können betroffene VW-Kunden in Deutschland nicht mit einer Gratis-Nachbesserung rechnen. Im Gegenteil: Kunden müssen um Kulanz bitten und sich teilweise mit mehreren 1.000 Euro an den Reparaturkosten beteiligen. Auch TÜV und DEKRA kennen die Problematik, wie aus internen Dokumenten hervorgeht, die AUTO BILD vorliegen.

Inzwischen ist das Kraftfahrt-Bundesamt in Kontakt mit VW. Beide Seiten möchten sich jedoch nicht zum Stand der Gespräche äußern. „Rostende Erdgastanks sind lebensgefährlicher Schrott. Wie sich VW seiner Verantwortung entzieht, ist ein Skandal“, so Matthias Moetsch. „Auch das Kraftfahrt-Bundesamt reagiert zu passiv. Verbraucherschutz sieht anders aus.“

Den Artikel „Rostende Erdgastanks – Wo bleibt der Rückruf?“ lesen Sie in der aktuellen Ausgabe 39/2015 von AUTO BILD, die am 25. September 2015 erscheint. AUTO BILD im Internet: www.autobild.de