Mit einer guten Idee und viel Herz wurde aus einer Sammelaktion ein Spendenerfolg

Quelle: obs/Smarteyes

Sorgfältig verpackte alte Brillen stapeln sich in den Regalen, liegen in Kisten verstaut in zusätzlich geschaffenen Lagerflächen. Mit solch einer Spendenbereitschaft hatte man bei dem Optiker Smarteyes schlichtweg nicht gerechnet.

Gut drei Monate nachdem die schwedische Optikerkette die Charity-Aktion „Alt Gegen Neu“ ins Leben gerufen hatte, sind die Mitarbeiter noch immer damit beschäftigt, die Flut gespendeter Brillen zu bewältigen. Innerhalb von sechs Wochen zwischen März und April wurden in den neun deutschen Smarteyes Filialen rund 7.000 Brillen gesammelt, die nach gründlicher Aufbereitung an sehbehinderte Menschen in Kenia, Tansania, Benin, Mali und Gambia gehen.

Dort sind Brillen mehr als nur gewöhnliche Lesehilfen, denn wer in armen Ländern seine Sehkraft verliert, verliert oft auch seine Arbeit und damit seine Existenzgrundlage. Vor diesem Hintergrund hat Smarteyes gemeinsam mit dem Deutschen Blindenhilfswerk die Spendenaktion initiiert. Die gesammelten Brillen werden vor Ort durch einen Arzt und einen Optiker verteilt und angepasst. Durch zusätzliche Brillenverkäufe werden zudem Augenmedikamente zur Verhütung und Eindämmung von Sehbehinderung und Blindheit erworben, wodurch sich die ansteigenden Erblindungsraten in diesen Ländern senken lassen.

Der Initiator der Aktion war einer der Mitarbeiter der Optikerkette. Adam Koss ist ein sozial sehr engagierter Mensch und hatte schon seit längerem den Wunsch seinen Beruf zu nutzen, um bedürftigen Menschen zu helfen. Diese Idee kommuniziert er seinem Arbeitgeber, der davon begeistert war. Gemeinsam mit der Geschäftsführung und dem Deutschen Blindenhilfswerk wurde kurzerhand „Alt Gegen Neu“ ins Leben gerufen.

Geplant als Aktion, bei der Kunden gegen die Spende einer alten Brille eine neue zum halben Preis erwerben konnten, entwickelte sich das Ganze bald zu einem wahren Charity-Erfolg. Kunden und Passanten reagierten durchweg interessiert und informierten sich über die Problematik und das Ausmaß von Sehbehinderung und Erblindung in der Dritten Welt. Die Hilfsbereitschaft seitens der Bevölkerung war beeindruckend. Glücklich über die Tatsache einem Menschen durch eine solch einfache Spende etwas Gutes tun zu können, wurden teilweise ganze Kisten alter Brillen und Etuis abgegeben.

„Ich war wirklich überwältigt und gerührt von der Anteilnahme der Bevölkerung. Wir haben einen großen Andrang verzeichnet. Jeder wollte seinen Teil zur Aktion beitragen“, sagt Eva Herz, Marketing Managerin bei Smarteyes Deutschland.

Auch Simone Henzler, Projektleiterin beim Deutschen Blindenhilfswerk war durchaus beeindruckt von der Hilfsbereitschaft der Bürger: „Mit einer derart hohen Beteiligung haben wir nicht gerechnet. Umso mehr freut es uns, dass wir nun in der Lage sind, noch mehr Menschen helfen zu können. Im nächsten Schritt werden wir die Brillen nach Kenia, Tansania, Benin, Mali und Gambia transportieren.“

Adam Koss ist überglücklich, solch eine Begeisterung für die gute Sache ausgelöst zu haben: „Ich habe zwar auf eine hohe Beteiligung gehofft, der große Erfolg hat aber meine Erwartungen weitaus übertroffen. Ich möchte mich an dieser Stelle in erster Linie bei allen Spendern für ihre Anteilnahme bedanken, aber auch bei meinen Kollegen für ihren Einsatz und bei der Smarteyes Geschäftsleitung, die es mir durch ihre Unterstützung ermöglicht hat, diese Aktion umzusetzen. Gemeinsam haben wir es geschafft, eine einfache Idee zu einem wahren Charity-Erfolg zu führen.“