Minister informiert sich über Zusammenarbeit zwischen Startups und deutscher Industrie

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt zu Besuch bei ally, mit Maxim Nohroudi (CEO) und Dr. Tom Kirschbaum (COO) (rechts). Quelle: obs/ally

Der Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Alexander Dobrindt, hat heute das 2014 gegründete Startup „ally“ in Berlin besucht. Das junge Unternehmen beschäftigt mittlerweile 40 Mitarbeiter. ally ist eines der weltweit führenden Startups im Bereich urbaner Mobilität.

„Innovative Startups wie „ally“ zeigen: Deutschland ist Vorreiter für die Mobilität 4.0.“, sagte Bundesminister Dobrindt bei seinem Besuch. „Das junge Unternehmen schafft ein völlig neues Angebot an Mobilitätsdaten – und damit eine wichtige Voraussetzung für einen passgenauen, vernetzten Nahverkehr der Zukunft.“

ally zählt zu den jungen Stars in der Branche. Erst letzte Woche besuchte Bahnchef Rüdiger Grube das Startup, um die weitere Zusammenarbeit auszuloten. Auch General Motors Europachef Karl-Thomas Neumann war jüngst vor Ort, ebenso Vertreter von Volkswagen, Siemens und SAP.

„Wir entwickeln das Betriebssystem für selbstfahrenden Nahverkehr“, erklärte Mitgründer Maxim Nohroudi dem Minister. „Autonome Fahrzeuge werden in Echtzeit auf den Bedarf von Pendlern reagieren. Dafür benötigen die neuartigen Fahrzeuge eine Software, die automatisch sagt: Hier holst Du jemanden ab, dort möchte er aussteigen, dies ist die optimale Route durch die Stadt, hier ist die virtuelle Haltestelle. Dadurch wird Nahverkehr effizienter, spart Zeit, Energie und schont die Umwelt – ein Quantensprung für Städte und Bürger in aller Welt.“

Um genau zu verstehen, wie Menschen heute in Städten unterwegs sind und wie Nahverkehr optimiert werden kann, hat ally im ersten Schritt eine Mobilitäts-App entwickelt. Sie navigiert Pendler durch die Stadt und zeigt alle Optionen – vom Nahverkehr über Carsharing bis zum Taxi. Die App gilt als führend in der Industrie: der kalifornische IT-Gigant Apple zeichnete ally kürzlich als eine der „Best Apps of 2015“ aus.

Für das Startup ist die App ein zentraler Sensor. Angebot und Nachfrage von städtischem Nahverkehr können modelliert werden – in Echtzeit. Neue Algorithmen entstehen auf diesem Know-How. Dadurch ist es Verkehrsunternehmen erstmals möglich, völlig neue Prognosen zu machen: Wo sollten Busse langfahren, wo neue Haltestellen gebaut werden, welche Routen machen Sinn, welche nicht?

„Wir sehen uns als Partner der Verkehrs- und Automobilindustrie und stellen deshalb unsere gesamt Software-Plattform dem Markt zur Verfügung – von der App über Erkenntnisse zum bestehenden Angebot bis zu intelligenten Algorithmen“, erklärt Mitgründer Tom Kirschbaum. „Damit kann die Industrie von neuesten digitalen Technologien profitieren und mit uns gemeinsam neue Angebote und Formen von Nahverkehr entwickeln.“