Metro will die Gastronomie digitalisieren.

Foto: Vorstandschef Olaf Koch kündigt im BILANZ-Interview hilfreiche Programme für Wirte und Restaurantbetreiber an.

Metro will mit Digitalisierung Mehrwert für Kunden liefern.

Metro-Chef Olaf Koch will seinen Kunden in der Gastronomie auf den Weg in die digitale Zukunft helfen. „Die Gastronomie-Branche ist für Technikunternehmen schwer erreichbar, sie ist zu fragmentiert“, sagt Metro-Chef Olaf Koch (47) im Interview mit dem Wirtschaftsmagazin BILANZ, „wir haben langjährige Kundenbeziehungen zu dieser Zielgruppe – deshalb bietet es sich an, dass wir unseren Kunden auch digitale Lösungen anbieten.“ Personalplanung, Einkauf, Tischreservierung, Bezahlsysteme, Kostenanalyse, Präsentation im Internet – es gibt viele Aufgabenbereiche, in denen digitale Lösungen Gastronomen helfen können, ihr Geschäft effizienter zu betreiben. Und auch die Ideen sind schon da, die Gründerszene ist auch auf diesem Feld kreativ.

Die Metro habe, so Koch, ein Accelerator-Programm gestartet, das kreativen Jungunternehmen Entwicklungshilfe gibt: „Dieses Accelerator-Programm ist ein wesentlicher Bestandteil bei der Entwicklung und Förderung von digitalen Serviceleistungen.“ Hier sollen Lösungen für Metro-Kunden erarbeitet werden, die weit über das ursprüngliche Geschäftsmodell – die Versorgung der Gastronomie mit Ware – hinausgingen. In einem Pilotprojekt, berichtet Koch im BILANZ-Interview, hatte die Metro 750 Kunden in Berlin, Wien, Paris und Mailand an ein digitales Pilotprojekt angeschlossen. Da ging es einerseits um die Entlastung von routinemäßigen bürokratischen Arbeiten, andererseits aber auch um Ideen, um sich im Wettbewerb besser zu positionieren. „Die Gastronomen haben ihre Umsätze erhöht, und zwar substanziell“, sagt Koch, „davon profitiert dann natürlich auch die Metro, da unser Erfolg vom Erfolg unserer Kunden abhängt.“