Medienberichte bringen CDU Köln in Bedrängnis.

Kölner-Medien veranstalten zugunsten der CDU Köln ein Schlachtfest. (c) Grafik: DBTV-Redaktion.

Die Presseberichterstattung über die Vergabepraxis zur Flüchtlingsunterbringung der CDU-Politikerin Andrea Horitzky im „Hotel am Bahnhof“ in Dellbrück, schlägt hohe Wellen.

Es wurde und wird bundesweit berichtet, ein Ende scheint nicht in Sicht. Die Medien haben Geschmack daran gefunden, die Blauäugigkeit und Unerfahrenheit des CDU Vorstands und seines Vorsitzenden Bernd Petelkau ohne Wenn und Aber abzuarbeiten.

Das Bild, das die Berichterstattung zeichnet, ist für alle Beteiligten verheerend, und zugleich beispielhaft für die Instrumentalisierung einer Story zur Steigerung der eignen Auflage. Auf der Jagd nach der begehrten Quote werden alle Register gezogen, und der gute Stil einer seriös recherchierten Story über den Haufen geworfen.

Was ist eigentlich passiert, wo liegt der Schaden und wer hat – sofern sich das mangels Fakten aktuell überhaupt belegen lässt – sich was zuschulden kommen lassen?

Der Kölner Express berichtet als erster über das Flüchtlingshotel und die damit verbundenen Einnahmen für die Unternehmerin Andrea Horitzky. Ein Bericht, wie er in Deutschland tagtäglich unzählige Male vorkommt. Erst die Verbindung zu ihrem Ehrenamt als Beisitzerin und Vorstand der CDU lassen die Spekulationen und Interpretationen der Medien eskalieren, und bilden einen fruchtbaren Boden für eine Story jenseits des seriösen, investigativen Journalismus, die den Express und inzwischen auch den Kölner Stadtanzeiger sowie die Kölnische Rundschau als den Aufklärer dastehen lässt.

Laut offiziellen Informationen ist der Vertrag zwischen Horitzky und dem Wohnungsamt seriös; er unterliegt allen geltenden Bestimmungen und wurde wie jeder andere Vertrag mit entsprechender Laufzeit, Rechten und Pflichten versehen. Sieht man sich die Details genauer an, so handelt es sich wahrhaftig um einen guten Deal für Frau Horitzky. Wie das aber als Unternehmer so ist, „Erfolg muss man (Frau) sich verdienen, Neid und Missgunst bekommt man (Frau) geschenkt“.

Wer macht hier eigentlich seinen Job?

Nicht die Medien, sondern Frau Henriette Reker (parteilos) macht hier einen hervorragenden Job. Nach Bekanntwerden der Story wurde Sie regelrecht genötigt zu handeln, was sie auch umgehend tat.

DBTV liegen Informationen vor, dass Reker postwendend alle Beteiligten zusammengetrommelt hat, und den Vorgang umfassend aufklären will. Sie hat Erfahrung mit schlechter Presse und der sich daraus entwickelnden Eigendynamik, die ab einem gewissen Punkt eine Richtigstellung nicht mehr oder nur noch schwer zulässt.

Der Vorwurf, den man der CDU Köln und seinem Chef Bernd Petelkau allerdings machen kann ist, dass die einzelnen persönlichen Stellungnahmen die Story erst so richtig befeuert haben. Eine persönliche Stellungnahme ohne vorherige Klärung des vollständigen Sachverhalts mit der Stadt kommt einer Vorverurteilung gleich. Auch hätte man eine Stellungnahme seitens der Partei, und eben nicht eine persönliche abgeben müssen. Erst so kam die Verbindung von Parteiämtern und der Tätigkeit als Unternehmerin zustande.

Schaut man sich aber die tatsächlichen Aufgaben und Projekte einer Andrea Horitzky als Beisitzerin und Mitglied der CDU Köln im Vorstand an, ist das Thema weder eine Meldung wert, noch steht die aufgebauschte Berichterstattung in Relation zur Sache. Auf den Punkt gebracht ist die Story so interessant, „wie ein Sack Reis, der in China umfällt“. Eher eine Art Übung für angehende Journalisten, die den seriösen investigativen Journalismus als Proband in den eignen Reihen erlernen sollen.

Da bleiben wir lieber bei unserem Tagesgeschäft der Unternehmenskommunikation, denn das ist es, was die Kölner Unternehmer und die Bürgerinnen und Bürger weiterbringt.