Martin Herrenknecht gewinnt den Preis Deutscher Maschinenbau.

Dr.-Ing. E.h. Martin Herrenknecht (2.v.l.) hat auf dem Maschinenbau-Gipfel 2017 den Preis Deutscher Maschinenbau gewonnen. Es gratulierten Fabian Müller, Geschäftsführer MI-Verlag (l.), Produktions-Chefredakteur Claus Wilk (2.v.r.) und VDMA-Präsident Carl Martin Welcker. Quelle: Produktion -Anna McMaster 2017.

Die Branche feiert einen ihrer Besten: Beim 9. Deutschen Maschinenbau-Gipfel, der aktuell in Berlin tagt, wurde Dr.-Ing. E.h. Martin Herrenknecht gestern Abend mit dem Preis Deutscher Maschinenbau ausgezeichnet. Vor rund 500 Gästen aus Industrie und Wissenschaft nahm der 75-Jährige, Gründer und Vorstandsvorsitzende der nicht börsennotierten Herrenknecht AG, die Ehrung entgegen.

Eine unabhängige Jury würdigte den badischen Unternehmer mit der Auszeichnung für seine herausragende Lebensleistung. „Der Ingenieur Martin Herrenknecht steht für eine beispiellose Unternehmerkarriere als Entwickler und Hersteller von Tunnelbohrmaschinen. In den letzten vier Jahrzehnten hat er als Technikpionier mit großem unternehmerischem Mut und großer Leidenschaft seine Tunnelbohrmaschinen bis an die Weltspitze gebracht „.

Die Festrede hielt Claus Wilk, Chefredakteur der Fachzeitung Produktion. Er hob in seiner Laudatio nicht nur die Unternehmerpersönlichkeit hervor, die es unbestritten zum Weltmarktführer mit 1,2 Milliarden Euro Umsatz und rund 5000 Mitarbeiter gebracht hat. „Es gibt kaum wegweisende Tunnelprojekte, die nicht Made-by-Herrenknecht sind. Doch neben seinen beruflichen Leistungen ist Martin Herrenknecht ebenso ein Familienvater, Gönner, Mäzen, Grantler und hochpolitischer Mensch. Er sucht die kritische Auseinandersetzung, hat immer einen Standpunkt, legt sich an und ist für viele deshalb unbequem. Er ist ein Fighter – und wenn es hart kommt, kämpft er vorne mit. Herrenknecht fördert die ALS-Grundlagenforschung an der Charité in Berlin und einen Lehrstuhl für technische Petrophysik am Karlsruher Institut für Technologie, finanziert eine Pfarrstelle, unterstützt Deutschlands Top-Leichtathleten und leistet noch viel mehr. Er tut viel Gutes, ohne großes Aufheben zu machen. Auch das ehrt ihn!“

Martin Herrenknecht bedankte sich mit den Worten: „Mich freut es ganz besonders diesen Preis zu bekommen, denn der deutsche Maschinenbau ist das Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Maschinenbauer sind schon ‚die Könner‘ von Deutschland.“

Preis Deutscher Maschinenbau

Der Preis Deutscher Maschinenbau wird regelmäßig von der Fachzeitung Produktion, dem Fachorgan für Technik und Wirtschaft der deutschen Industrie, und einer Expertenjury vor einem hochkarätigen Publikum auf dem Maschinenbau-Gipfel in Berlin vergeben. Zu den Preisträgern der vergangenen Jahre zählen Dr. Dieter Brucklacher, Prof. Berthold Leibinger, Dr. Manfred Wittenstein, Dr. Bernhard Kapp, Dr. Dieter Kress, Walter Reis und Heinz-Dieter Schunk. Der Kongress wird vom VDMA und der Fachzeitung Produktion gemeinsam ausgerichtet.

Herrenknecht AG

Die Herrenknecht AG liefert als einziges Unternehmen weltweit Tunnelbohranlagen für alle Geologien und in allen Durchmessern. Die Produktpalette umfasst maßgeschneiderte Maschinen für Verkehrstunnel und Ver- und Entsorgungstunnel, Technologien zur Verlegung von Pipelines sowie Zusatzequipment- und Servicepakete. Herrenknecht stellt außerdem Bohranlagen für Vertikal- und Schrägschächte sowie Tiefbohranlagen her. Der Herrenknecht-Konzern erwirtschaftete im Jahr 2016 eine Gesamtleistung von 1.208 Mio. Euro. Weltweit beschäftigt das unabhängige Familienunternehmen rund 5000 Mitarbeiter. Darunter sind bis zu 180 Auszubildende. Mit 76 Tochter- und geschäftsnahen Beteiligungsgesellschaften ist Herrenknecht im In- und Ausland vertreten