Klare Mehrheit für Grundrente

(c) Foto: MCE/DBTV 2019.

Mehr als zwei Drittel gegen Fahrverbote für Diesel-PKW.

Arbeitsminister Heil hat die Einführung einer Grundrente vorgeschlagen. Demnach soll die Rente von Geringverdienern mit mindestens 35 Beitragsjahren in der Rentenversicherung deutlich aufgestockt werden. 61 Prozent der Befragten sind für eine solche Grundrente, gut ein Drittel (34 Prozent) ist dagegen (Rest zu 100 Prozent hier und im Folgenden jeweils „weiß nicht“). Mehrheitliche Unterstützung für diese Aufstockung, die ohne Prüfung der Bedürftigkeit erfolgen und aus Steuermitteln finanziert werden soll, gibt es bei den Anhängern von SPD (74 Prozent), Grünen (72 Prozent), Linke (70 Prozent) und AfD (59 Prozent). Die Anhänger der CDU/CSU sind eher uneins (dafür: 46 Prozent; dagegen: 49 Prozent) und die meisten FDP-Anhänger (58 Prozent) sind dagegen.

Quelle: ZDF – Forschungsgruppe Wahlen. 2019

Die eigene finanzielle Absicherung im Alter bezeichnen insgesamt 58 Prozent der Befragten als sehr gut oder gut. 40 Prozent geben an, nicht so gut oder überhaupt nicht abgesichert zu sein, darunter überdurchschnittlich viele Anhänger von AfD (66 Prozent) und Linke (48 Prozent). Deutliche Unterschiede zeigen sich auch zwischen jüngeren und älteren Befragten. So fühlen sich nur 44 Prozent der unter 35-Jährigen sowie 48 Prozent der 35- bis 59-Jährigen gut abgesichert, aber 77 Prozent der über 60-Jährigen.

Zufriedenheit mit Bundesregierung gestiegen

Mit der Großen Koalition sind aktuell 61 Prozent zufrieden, 34 Prozent meinen, die Regierung aus CDU/CSU und SPD leiste schlechte Arbeit. Das ist eine deutlich positivere Einschätzung als Ende Januar (zufrieden: 51 Prozent) und stellt die beste Bewertung seit acht Monaten dar.

Projektion: SPD legt zu

Wenn am nächsten Sonntag wirklich Bundestagswahl wäre, würde die Union einen Punkt abgeben und käme auf 30 Prozent, die SPD könnte sich dagegen auf 16 Prozent (plus 2) verbessern. Die AfD hätte mit 12 Prozent (minus 1) erneut Verluste. Die FDP erreichte 8 Prozent, die Linke 9 Prozent und die Grünen 20 Prozent, alle unverändert. Die anderen Parteien zusammen lägen ebenfalls unverändert bei 5 Prozent. Damit hätte eine Koalition aus CDU/CSU und Grünen als einziges Zweier-Bündnis eine Mehrheit.

Top Ten:

Auf der Liste der zehn wichtigsten Politikerinnen und Politiker gibt es wenig Veränderung. An der Spitze liegt erneut Angela Merkel, sie erhält auf der Skala von +5 bis -5 einen Durchschnittswert von 1,5 (Jan.II: 1,5). Ebenfalls mit 1,5 (Jan.II: 1,4), bei Unterschieden im Hundertstelbereich, wird Wolfgang Schäuble eingestuft. Auf Platz drei folgt Annegret Kramp-Karrenbauer mit 1,3 (Jan.II: 1,3), vor Robert Habeck, auch er mit 1,3 (Jan.II: 1,3). Olaf Scholz wird mit 0,9 (Jan.II: 0,9) bewertet, Christian Lindner mit 0,3 (Jan.II: 0,3), Friedrich Merz mit 0,3 (Jan.II: 0,3) und Sahra Wagenknecht mit 0,1 (Jan.II: 0,2). Weiter im Negativbereich bleiben Andrea Nahles mit minus 0,2 (Jan.II: minus 0,3) und Horst Seehofer mit minus 1,0 (Jan.II: minus 0,8).

Dieselfahrverbote

71 Prozent der Befragten – und damit deutlich mehr als vor einem Jahr (Feb.II 2018: 53 Prozent) – sind gegen ein Fahrverbot für Diesel-PKW, die nicht die neueste Abgas-Norm erfüllen, wenn die geltenden Grenzwerte überschritten sind. Diese Einschätzung teilen die Anhänger aller Parteien mehrheitlich. Sogar von den Anhängern der Grünen ist jeder Zweite (50 Prozent) gegen solche Fahrverbote. Insgesamt 24 Prozent befürworten entsprechende Fahrverbote.