Kfz-Gewerbe: Rendite deutlich gesunken

Jahrespressekonferenz 2019 zu wichtigen Branchenthemen mit Vizepräsident Wilhelm Hülsdonk, Präsident Jürgen Karpinski und Vizepräsident Thomas Peckruhn (v.l.). Quelle: Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe, ProMotor.

Der Umsatz im Kfz-Gewerbe ist im Jahr 2018 um 2,6 Prozent auf rund 179 Milliarden Euro gewachsen. Die Umsatzrendite hingegen ist deutlich gesunken, auf 1,0 bis 1,3 Prozent im vorläufigen Durchschnitt. „Die nicht enden wollende Diesel-Diskussion und WLTP-Zulassungsprobleme haben dem Automobilhandel arg zugesetzt“, sagte ZDK-Präsident Jürgen Karpinski auf der Jahrespressekonferenz des Kfz-Gewerbes in Berlin. Druck auf die Erträge gab es durch die Umweltprämien, von denen ein Teil vom Handel zu tragen ist. Hinzu kam das Risiko der Weitervermarktung von Euro 5-Dieseln. Das ist nach einer ZDK-Umfrage im Handel nur mit Abschlägen bis zu 30 Prozent und teilweise höher möglich. Außerdem traten die hoch subventionierten Neuwagen in Konkurrenz zum ertragsstärkeren Gebrauchtwagengeschäft.

Umsatz Kfz-Gewerbe 2018. Quelle: Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe. ProMotor.

Gebrauchtwagen-Umsatz ambivalent

Der Markenhandel setzte mit gebrauchten Pkw 57,26 Milliarden Euro um, ein Plus von 1,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bei insgesamt weniger Besitzumschreibungen, aber weiterhin konstantem Marktanteil von 51 Prozent lag das am höheren durchschnittlichen Gebrauchtwagenpreis. Er ist im Jahr 2018 um 3,3 Prozent auf 15.610 Euro gegenüber dem Vorjahr angestiegen.

Im freien Handel mit einem Marktanteil von 16 Prozent brach der Umsatz mit gebrauchten Pkw um 10 Prozent auf 9,08 Milliarden Euro ein. Der Marktanteil fiel um einen Prozentpunkt, der durchschnittliche Gebrauchtwagenpreis sank um drei Prozent auf 7.890 Euro, und die Zahl der Besitzumschreibungen ging um 7,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurück.

Am Verkauf von Neufahrzeugen hatte der Markenhandel einen Anteil von 62,1 Prozent. Das sind 0,7 Prozentpunkte mehr als in 2017. Der Umsatz mit dem Verkauf der 2,135 Millionen Fahrzeuge stieg um 3,6 Prozent auf 66,45 Milliarden Euro.

Das Wachstum ist auf den gestiegenen durchschnittlichen Neuwagenpreis und den höheren Marktanteil des Handels zurückzuführen, wie zum Beispiel im Privatmarkt und bei den Eigenzulassungen.