Jeder vierte Deutsche plant den Kauf einer Ferienimmobilie

Quelle: obs/LIM

Urlaub in den eigenen vier Wänden ist beliebt – so plant aktuell jeder vierte Deutsche die Anschaffung einer Ferienimmobilie. Das ergab eine repräsentative Studie des Marktforschungsinstituts Innofact AG. Rund 75 Prozent derjenigen, die einen Kauf planen, wollen ihre Ferienimmobilie vorrangig selbst nutzen. Die Altersvorsorge spielt für 63 Prozent der Befragten eine Rolle. An eine Ferienimmobilie als Kapitalanlage denkt zurzeit nur die Hälfte der Planer. „Für viele Deutsche ist die Anschaffung einer Ferienimmobilie immer noch eine emotionale Entscheidung: Sie wünschen sich im Urlaub eine vertraute Atmosphäre“, so Kai Richter von Lindner Investment Management (LIM), in deren Auftrag die Studie entstand. Richter prognostiziert: „Das wird sich aufgrund niedriger Zinsen und sinkender Erträge bei der Geldanlage bald ändern. Die Menschen suchen nach Alternativen. Dadurch wird die Ferienimmobilie auf lange Sicht zum klassischen Anlageportfolio gehören.“ Experten erwarten immerhin eine Rendite von bis zu acht Prozent in begehrten Lagen.

Anzahl der Ferienimmobilienbesitzer wird sich verdoppeln

Rund sieben Prozent der Befragten gaben an, den Erwerb einer Ferienimmobilie innerhalb der kommenden 24 Monate konkret zu planen. Werden diese Pläne in die Tat umgesetzt, würde sich die Anzahl von deutschen Ferienimmobilienbesitzern in den nächsten zwei Jahren mehr als verdoppeln. Denn heute besitzt nur jeder Zwanzigste eine eigene Ferienimmobilie (5,4 Prozent). Rund 40 Prozent würden sogar auf andere Anschaffungen verzichten, um sich diesen Traum leisten zu können. Der Kaufabsicht stehen allerdings auch Bedenken gegenüber: Die Befragten scheuen vor allem die gesetzlichen Vorschriften, Instandhaltungskosten und Verwaltungsangelegenheiten.

Jeder Vierte nutzt zur Finanzierung ausschließlich Eigenkapital

Für ein eigenes Urlaubsdomizil wollen die Deutschen rund 210.000 Euro ausgeben. Rund 60 Prozent der Planer setzen für den Kauf auf einen Mix aus Eigen- und Fremdkapital. Jeder Vierte gab sogar an, die Investition komplett aus eigenen Mitteln bestreiten zu wollen. Generell sind Objekte in Deutschland und im Ausland für Kaufplaner gleichermaßen interessant. Begehrte Regionen im Inland sind Ost- und Nordsee (jeweils rund 80 Prozent), gefolgt von Bodensee, Allgäu und Schwarzwald. Im Ausland finden 68 Prozent die Kanaren und Balearen attraktiv. Für Italien und das spanische Festland begeistern sich jeweils rund 62 Prozent.

Eigener Parkplatz und sichere Umgebung sind wichtig

Hinsichtlich Ausstattung und Lage sind die Deutschen konservativ: Die Immobilie sollte naturnah und in Wassernähe liegen, mit einer Wunschgröße von rund 82m2. Das beliebteste Ausstattungsmerkmal ist ein eigener Parkplatz – für mehr als 90 Prozent ist er ein Muss, dicht gefolgt von WLAN und einer voll ausgestatteten Küche. Zudem ist das persönliche Sicherheitsgefühl nahezu allen Befragten wichtig – 95 Prozent gaben dies als wichtiges Umgebungskriterium an. „Die Deutschen sind sehr bewusst in ihren Finanzentscheidungen. Unsere Studie zeigt: Sie wünschen sich keine Luxusvilla am Traumstrand, sondern ein solides und risikoarmes Investment in einer guten Lage“, so Richter. Weiterhin sind Einkaufsmöglichkeiten sowie medizinische Versorgung in der Nähe gefragt. Auch beim Sportangebot haben die Deutschen keine extravaganten Wünsche: Sie wollen im Urlaub hauptsächlich Schwimmen, Tennis spielen und Rad fahren.