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Investitionen in autonomes Fahren noch verhalten

Autonomes Fahren. Bildquelle und Recht: UNIKIMS GmbH - Andrey Suslov.

Elf Prozent der Automobilhersteller und Zulieferer investieren aktuell in automatisiertes Fahren, 13 Prozent planen in den kommenden drei Jahren ein Engagement. Obwohl die Technologie als Wachstumstreiber gehandelt wird, investiert die Branche in der Breite noch verhalten.

Ganz oben auf der Investitionsliste stehen die Entwicklung von Standards, die digitale Sicherheit und die Digitalisierung der Fahrzeuge und der Produktion. Das zeigt die Studie „Branchenkompass Automotive 2019“ von Sopra Steria Consulting und dem F.A.Z.-Institut. Mehr als hundert Führungskräfte aus der Automobilbranche wurden befragt.

68 Prozent der befragten Automobilhersteller und Zulieferer sehen die Zukunft der Branche in selbstfahrenden Autos. Damit zählt autonomes Fahren zu einem der großen Wachstumstreiber. Aktuell sind es vor allem die großen Autokonzerne und Zulieferer in Deutschland, die entsprechend hohe Summen investieren, um mit dem Engagement der Wettbewerber aus den USA und Asien mitzuhalten. Volkswagen und Bosch führen beispielsweise das Patentranking im Bereich autonomes Fahren an. Bosch hat sich sogar gegen die Entwicklung von Batterien für das Elektroauto entschieden, um sich voll auf teil- und vollautonome Fahrzeuge zu fokussieren. Daimler forciert die Entwicklung fahrerloser Lkw.

Bezogen auf die gesamte Branche konzentrieren sich die Investitionen allerdings auf vergleichsweise wenige Unternehmen. Es gibt eine eher überschaubare Start-up-Szene, die sich zum Beispiel um die nötige Software zur Steuerung und Sicherung selbstfahrender Automobile kümmert. Die wird in der Regel in den USA und Israel entwickelt. Um sich nicht zu stark von Übersee-Firmen abhängig zu machen, investieren die Autobauer vielfach in Deutschland selbst breit in digitale Technologien. Die veröffentlichten Milliardenpakete von Volkswagen und Audi umfassen beispielsweise Investitionsposten wie Elektromobilität, Mobilitätsdienste und die Digitalisierung der gesamten Wertschöpfungskette. Daimler und BMW arbeiten im Rahmen eines Joint Venture an gemeinsamen Mobilitätsprojekten.

Oftmals bedingen diese Investitionen die Weiterentwicklung des teil- und vollautonomen Fahrens. Ein Beispiel dafür ist die digitale Sicherheit. 46 Prozent der Unternehmen bauen auf diesem Gebiet aktuell Kompetenz auf und investieren. 23 Prozent planen Budgets für IT-Sicherheit bis 2021 ein. „Autonomes Fahren erfordert ein Maximum an Sicherheit, damit die Fahrzeuge später akzeptiert werden. Deswegen ist es Pflichtaufgabe für die Automobilbranche, Vorreiter auf diesem Gebiet zu werden“, sagt Lutz Kauertz, Leiter des Geschäftsbereichs Manufacturing von Sopra Steria Consulting.

Das gilt auch für die Weiterentwicklung von Fahrassistenzsystemen, der Vorstufe des autonomen Fahrens. 86 Prozent der befragten Entscheider versprechen sich auf diesem Feld großes Geschäftspotenzial und sehen darin einen wichtigen Zwischenschritt auf dem Weg zum vollständig autonomen Fahren. Ganz oben auf der Prioritätenliste steht deshalb auch die Entwicklung von Standards. Für alle Beteiligten gültige Abläufe, Datenformate und Datenschnittstellen ermöglichen eine stärkere digitale Vernetzung, und sie bilden die Voraussetzung dafür, Fahrzeug-, Telemetrie- und Umfelddaten (Car-2-Car- und Car-2-X-Kommunikation) wertschöpfend einzusetzen. „Nur durch Standards wird es autonomes Fahren geben“, sagt Industrieexperte Lutz Kauertz. Aktuell investieren drei von fünf Unternehmen in die Standardisierung, in den kommenden drei Jahren planen weitere 18 Prozent ein Engagement, so die Studie. Daimler, BMW und VW haben im Januar 2019 beschlossen, diese Technologie gemeinsam zu entwickeln, um die Standards der Zukunft zu setzen.

Digitalisierung in der Breite

Ein Großteil der Automobilbranche fokussiert sich bis 2021 auf Umsatzbringer wie die Nutzung der Digitaltechnologien in Produkten und innerhalb von Prozessen. 43 Prozent der Unternehmen investieren aktuell in Anwendungen wie Connected Car und Pay as you drive. Ebenso wichtig ist die Anpassung der internen Organisation. Jedes dritte Unternehmen der Automobilbranche wird zudem in den kommenden drei Jahren in die Umstrukturierung des Geschäfts investieren. Das gilt besonders unter dem Aspekt, dass Immer mehr Automobilhersteller und Zulieferer den Weg von klassischen Produzenten zu Betreibern digitaler Plattformen und dazugehöriger Ökosysteme beschreiten. 19 Prozent der Unternehmen stellen derzeit Budget für Kooperationen, Partnerschaften sowie offene Ökosysteme bereit, 25 Prozent planen Investitionen. „Die breite Palette an Vorhaben zeigt, dass die Branche gerade den Umbau vom reinen analogen Produkthersteller zum digitalen Mobilitätsdienstleister forciert. Diese Digitalisierung in der Breite ist wichtig. Durch diese Vorarbeiten werden künftig auch die Investitionen in autonomes Fahren auf breiter Ebene zulegen“, sagt Lutz Kauertz von Sopra Steria Consulting.

Die Studie Branchenkompass Automotive 2019 zeigt, wie die Automobilhersteller und Zulieferer angesichts der vielen Veränderungen bei Antriebstechnologien, Fahrzeugnutzung und durch neue Wettbewerber in den kommenden Jahren wachsen wollen und welchen Herausforderungen sich die Unternehmen stellen müssen. Das Marktforschungsinstitut Forschungswerk führte hierfür im Herbst 2018 im Auftrag von Sopra Steria Consulting und dem F.A.Z.-Institut eine Befragung von 100 Entscheidern sowie Fach- und Führungskräften der Automobilbranche durch. Als Befragungsmethode wurde CATI (Computer Assisted Telephone Interviewing) eingesetzt. Teil der Studienergebnisse sind zudem drei vertiefende Interviews mit Spitzenvertretern der Branche über ihre Standpunkte und Erfahrungen.

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