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Großer Preis des Mittelstandes – Preisträger 2016 aus Rheinland-Pfalz/Saarland

Preisträger 2016 aus Rheinland-Pfalz/Saarland 10.09.2016. Foto: (Foto: Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert) - EDEKA Ernst 66482 Zweibrücken.
Preisträger 2016 aus Rheinland-Pfalz/Saarland 10.09.2016.. Stefan Jungk, Geschäftsführer (Foto: Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert)
Preisträger Rheinland-Pfalz/Saarland 2016, Weingut Ernst Bretz e. K. v.r.n.l.: Horst Bretz, Heike Bretz und Harald Bretz, Geschäftsführer (Foto: Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert)

Die Teilnehmer des Wettbewerbs „Großer Preis des Mittelstandes“ repräsentieren die besten Teile dessen, was soziale Marktwirtschaft ausmacht. Sie repräsentieren den dynamischen, produktiven, unverzichtbaren Kern der deutschen Wirtschaft.

Die diesjährigen Preisträger und Finalisten 2016 stehen stellvertretend für vieltausendfaches unternehmerisches Engagement in unserem Land. Um die Auswahl der Unternehmen, die letztlich als Preisträger oder Finalisten ausgezeichnet wurden, haben die Juroren hart gerungen.

DEUTSCHES BUSINESS.TV ist Medien- und Bewegbildpartner der Oskar-Patzelt-Stiftung und war bei der Preisverleihung am 10.09.2016 in Düsseldorf dabei. Preisträger 2016 aus Rheinland-Pfalz/Saarland (10.09.2016) sind:

EDEKA Ernst
66482 Zweibrücken

Mehr als nur ein Supermarkt

Als Dieter Ernst im Jahr 2005 sein Unternehmen gründete, war der Wechsel von einer abhängigen Beschäftigung in die Selbstständigkeit sein Ziel. Mit großem Arbeitseinsatz und der Unterstützung durch seine Familie hat er EDEKA Ernst seitdem zu einer festen Größe in der Einkaufslandschaft in Zweibrücken-Niederauerbach weiterentwickelt.

Der Lebensmittelmarkt zeichnet sich vor allem durch seine hohe Innovationskraft im Warensortiment aus. Auf neue Zielkunden hat sich Dieter Ernst längst eingestellt: Vegan lebende Menschen werden genauso fündig wie Allergiker und Muslime – denn seit einiger Zeit finden Kunden bei EDEKA Ernst auch ein umfangreiches Halál-Sortiment mit Lebensmitteln die nach islamischen Speisevorschriften Muslimen erlaubt sind. Außerdem unterstützt das Unternehmen Jungunternehmen aus der Region und führt so beispielsweise „Piranja Cola“ oder „Lumiere Divine Vodka“ im Sortiment.

Dass sich EDEKA Ernst als moderner Einkaufsmarkt etabliert hat, kommt nicht von ungefähr, denn Kundenzufriedenheit und eine hohe Serviceorientierung werden hier großgeschrieben. So können sich die Kunden bei Fragen nicht nur an die Ernährungsberater vor Ort wenden, sondern beispielsweise ihre Einkäufe unkompliziert per Funk oder Handy bezahlen. Technisch ist die Filiale ebenfalls auf dem neuesten Stand: Die Gebäudedämmung ist erneuert worden, der Markt wird mit energiesparender LED-Technik ausgeleuchtet und die (Tief-)Kühlung verbraucht so wenig Energie wie möglich.

Seit seiner Gründung hat sich das Unternehmen nicht nur vergrößert, sondern auch als attraktiver Arbeitgeber in der Region etabliert. Momentan hat EDEKA Ernst 89 Mitarbeiter, davon 12 Auszubildende. Durch das Junioren-Aufstiegsprogramm haben auch junge Mitarbeiter die Chance, früh Verantwortung zu übernehmen. Herausforderungen wie den Fachkräftemangel spürt auch Dieter Ernst, aber der Geschäftsführer holt zur Lösung dieses Problems einfach seine Mitarbeiter ins Boot. Beschäftigte können Vorschläge für neue Kollegen machen und werden bei erfolgreicher Einstellung dafür honoriert.

EDEKA Ernst ist familiär geprägt. Im Unternehmen wird Wert auf ein exzellentes Betriebsklima gelegt. So können sich die Beschäftigten neben regelmäßigen Firmenausflügen und Frühstücksbrunch mit Unterhaltungsprogramm, jedes Jahr auf ein persönliches Geburtstagsgeschenk freuen.

EDEKA Ernst unterstützt nicht nur die Tafel Zweibrücken, sondern auch viele weitere Einrichtungen wie die Stadt- und Jugendbücherei, den Tierschutzverein Zweibrücken e. V., den Kinderschutzbund und das Technische Hilfswerk. Zu Weihnachten hat sich Dieter Ernst etwas Besonderes überlegt: Soldaten der Bundeswehr in Afghanistan werden mit kleinen Weihnachtspräsenten überrascht.

EDEKA Ernst, Zweibrücken-Niederauerbach wurde zum zweiten Mal für den Wettbewerb nominiert. In diesem Jahr von der Stadt Zweibrücken.

JUWÖ Poroton-Werke Ernst Jungk & Sohn GmbH
55597 Wöllstein

Hidden Champion mit Geschichte

Das Unternehmen gehört zu den führenden Mauerziegelherstellern in Deutschland. Durch zahlreiche Innovationen in Sortiment und Produktion hat sich das Familienunternehmen einen Namen gemacht und die Gründungsidee über die Jahrhunderte weitergeführt. Heute ist JUWÖ POROTON in Rheinland-Pfalz Spezialist für wärmedämmende Planziegel erster Güte.

Seit seiner Gründung im Oktober 1862 befindet sich das Unternehmen im Familienbesitz. Basis des Unternehmens sind umfangreiche Rohstoffvorkommen in unmittelbarer Nähe zum Werk. Zu den Neuentwicklungen, die sich das Unternehmen zuschreiben darf, gehören nicht nur die Ziegel-Fertigdecke und der Ziegel-Montagebau. Mit Einführung des Poroton-Planziegels wurde von JUWÖ ein weiterer Meilenstein in der Entwicklung des Unternehmens gesetzt. Die unternehmerische Leistung und die vielen ehrenamtlichen Tätigkeiten von Ernst K. Jungk wurden 1997 mit der Verleihung des Verdienstkreuzes am Bande der Bundesrepublik Deutschland gewürdigt.

2006 gründete JUWÖ gemeinsam mit weiteren Ziegelwerken die „Mein Ziegelhaus“-Gruppe. Ziel der mittelständischen Organisation ist die Bündelung der Kräfte im Marketing, die gemeinsame Forschung und Entwicklung neuer Produkte. Denn auch in Zukunft soll der Ziegel der herausragende Baustoff für modernes und gesundes Bauen sein. Damit die Produkte in technisch-funktionaler und ökologischer Hinsicht ihrer Zeit möglichst einen Schritt voraus sind, kooperiert JUWÖ eng mit Institutionen wie dem Institut für Bauen und Umwelt, dem Institut für Ziegelforschung und mit der Universität Kaiserslautern.

Das Unternehmen beschäftigt aktuell 96 Mitarbeiter, davon vier Auszubildende, denen eine anschließende Übernahme garantiert wird. Weil JUWÖ ein Familienunternehmen ist, werden auch die Mitarbeiter wie Mitglieder einer großen Familie behandelt. Kern dieser Betriebskultur ist die regelmäßige und offene Information über die Unternehmenssituation.

JUWÖ nimmt regelmäßig am „Girls’ Day“ und „Boys’ Day“ teil, um junge Menschen an die Berufswelt und insbesondere an die eigene Branche heranzuführen. Studierende und Professoren der umliegenden Universitäten und Fachhochschulen werden zu Werkführungen eingeladen. Geschäftsführer Stefan Jungk ist Vorstandsmitglied des Ziegel Zentrum Süd e. V., einer Organisation der Ziegelindustrie, die Branchenwettbewerbe organisiert und die Zusammenarbeit mit den Hochschulen fördert.

Das Unternehmen unterstützt die Fußballabteilung der SG Wöllstein und sponsert die Trikots der Jugendabteilung. Auch der Schautanzgruppe Mistery X des TSV Volxheim, die in der 1. Bundesliga des Deutschen Verbandes für Garde- und Schautanzsport e. V. tanzt, sponsert JUWÖ die Kostüme. Das Unternehmen ist außerdem offizieller Partner der laufenden Kampagne „200 Jahre Rheinhessen“ und demonstriert damit offensiv seine Verwurzelung in der Region.

Die JUWÖ POROTON-Werke Ernst Jungk & Sohn GmbH wurde zum vierten Mal für den Wettbewerb nominiert. In diesem Jahr  u. a. von der  KALKBRENNER-Unternehmensberatung.

Weingut Ernst Bretz
55234 Bechtolsheim

Tradition und Moderne im Einklang

Weinbau hat viel mit Tradition zu tun. Das weiß man auch im Weingut Ernst Bretz im rheinhessischen Bechtolsheim. Das Familienunternehmen existiert seit 1721, wird heute in der neunten Generation geführt und hat ein Ziel: die gewachsene Tradition, kombiniert mit moderner Innovation im Weinbau und fortschrittlicher Arbeitstechnik an die nachfolgende Generation weiterzugeben.

Das Weingut war früher ein Vorhof des Mainzer Welschnonnenklosters, für das schon im 18. Jahrhundert Wein angepflanzt wurde. Heute realisiert das Unternehmen sämtliche Arbeitsschritte der Weinproduktion. Es werden Reben angepflanzt, die über viele Jahre und je nach Saison unterschiedliche Pflege benötigen. Nach der Traubenernte werden die Weine ausgebaut und an Privatkunden, aber auch an den Handel verkauft.

Für seine Weine hat das Unternehmen Ernst Bretz in den vergangenen Jahren zahlreiche Preise bekommen: vom „Winzer des Jahres 2013/14“ über „Bestes Weingut“ bis hin zu „Bester deutscher Regenterzeuger“. Den Gewinn, der durch die verstärkte Nachfrage nach gutem Wein erzielt wurde, hat das Unternehmen vor allem in zusätzliches Personal investiert. So soll der Arbeitsdruck gesenkt und das Betriebsklima verbessert werden.

Um hochqualitativen Wein erzeugen zu können, ist dem Unternehmen die Verquickung von Tradition und Modernisierung wichtig. Deshalb wurde in den vergangenen zwei Jahren ein neues Gebäude mit modernen Traubenpressen und neuen Edelstahltanks errichtet.

Die gute Automatisierung und Mechanisierung sowie ständige Investitionen garantieren den Mitarbeitern zusätzlich eine angenehme Arbeitsatmosphäre. Indem die Geschäftsführung den Mitarbeitern auch für teure Maschinen die Verantwortung übergibt und sie diese selbstständig betreuen lassen, werden sie besonders motiviert. Die einzelnen Mitarbeiter wachsen somit an ihren selbstständigen Aufgaben.

Aktuell hat das Weingut 18 Mitarbeiter, außerdem werden regelmäßig Praktikanten eingestellt. So will das Unternehmen junge Leute für die Branche begeistern und qualifizierte Mitarbeiter finden. Im Unternehmen arbeitet die ganze Familie mit und so herrscht ein enger Kontakt zu den Mitarbeitern.

Das Weingut Ernst Bretz hat die Patenschaft für ein elfjähriges Mädchen aus Peru übernommen. Außerdem unterstützt das Unternehmen verschiedene Schulen und Sportvereine in der Region, die Feuerwehr und die Ortskirche sowie Charity-Veranstaltungen und den Denkmalschutz.

Das Weingut Ernst Bretz wurde zum sechsten Mal für den Wettbewerb nominiert. In diesem Jahr u. a. vom Ministerium Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz.

Quelle: Oskar-Patzelt-Stiftung (Link zur Seite)

Hintergrundinformationen zur Oskar-Patzelt-Stiftung. Die OPS würdigt seit 22 Jahren jedes Jahr außergewöhnliche Leistungen mittelständischer Unternehmen. Sie verleiht jährlich im Herbst den Großen Preis des Mittelstandes. In dem bundesweiten Wettbewerb werden die besten mittelständischen Unternehmen in einem dreistufigen Auswahlverfahren ermittelt. Es werden nur diejenigen Unternehmen nominiert, die zuvor vorgeschlagen und durch die Juroren als auszeichnungswürdig beurteilt werden.

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