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Großer Preis des Mittelstandes – Preisträger 2016 aus Niedersachsen-Bremen

v.r.n.l.: Oliver Riemer und Heinz Riemer, Geschäftsführer der LAGER 3000 GmbH. Preisträger 2016 aus Niedersachsen-Bremen 10.09.2016. Foto: Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert.
v.r.n.l.: Björn Scharnhorst und Thorben Scharnhorst, Geschäftsführer der Exportverpackung Sehnde GmbH. Preisträger 2016 aus Niedersachsen-Bremen 10.09.2016. Foto: Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert.

Die Teilnehmer des Wettbewerbs “Großer Preis des Mittelstandes” repräsentieren die besten Teile dessen, was soziale Marktwirtschaft ausmacht. Sie repräsentieren den dynamischen, produktiven, unverzichtbaren Kern der deutschen Wirtschaft.

Die diesjährigen Preisträger und Finalisten 2016 stehen stellvertretend für vieltausendfaches unternehmerisches Engagement in unserem Land. Um die Auswahl der Unternehmen, die letztlich als Preisträger oder Finalisten ausgezeichnet wurden, haben die Juroren hart gerungen.

DEUTSCHES BUSINESS.TV ist Medien- und Bewegbildpartner der Oskar-Patzelt-Stiftung und war bei der Preisverleihung am 10.09.2016 in Düsseldorf dabei. Preisträger 2016 aus Niedersachsen-Bremen 2016 (10.09.2016) sind:

Lager 3000 GmbH
26215 Wiefelstede

Aktenarchive von hybrid bis digital

Das Logistikunternehmen LAGER 3000 GmbH in Wiefelstede digitalisiert, lagert, archiviert Akten und bietet einen zertifizierten Aktenvernichtungsservice an. Der Schwerpunkt des Unternehmens liegt in der DV-gestützten Aktenarchivierung und Aktenlagerung in Stahlsicherheitsboxen. Mit Mengenerfassung, Logistik, elektronischer Erfassung und Registrierung, barcodegestützter Einlagerung sowie ordnungsgemäßer Vernichtung nach neuesten Sicherheitsstufen bietet LAGER 3000 alle erforderlichen Dienstleistungen modernster Aktenarchive.

Neben der Lagerung von Papierakten und ihrer elektronischen Speicherung – selbst große Baupläne im Format A0 können eingescannt werden – hat LAGER 3000 auch die so genannte hybride Aktenführung im Angebot. Hierbei werden nur die „aktiven“ (zeitlich oder inhaltlich beschränkte) Aktenteile eingescannt und über ein spezielles, gut gesichertes Internetportal zur Verfügung gestellt, während die gesamte Akte in herkömmlicher Papierform gelagert wird. Mit der fortlaufenden Weiterentwicklung der firmeneigenen Verwaltungssoftware Archiv3000 verfügt das Dienstleistungs-unternehmen über ein sehr umfangreiches Mittel zur Verwaltung von Akten und Prozessen. Mehr als ein Jahrzehnt Erfahrung zahlen sich hierbei direkt für die Kunden aus. Zu den Auftraggebern des Archivierungsdienstleisters zählen namhafte Unternehmen wie Landesbanken, Versicherungen, Großfirmen und große öffentliche Einrichtungen. Für eine norddeutsche Regionalbank mit mehr als 170 Filialen hat LAGER 3000 beispielsweise 60 Millionen Seiten eingescannt und archiviert, die Akteneinlagerung übernommen sowie die digitale Kredit-Akte eingeführt.

LAGER 3000 wurde 1999 in Wardenburg aus einem Logistikunternehmen als Tochtergesellschaft gegründet und beschäftigt derzeit 66 Mitarbeiter, drei Auszubildende sowie im Sommer bis zu acht Werkstudenten. Anstatt ein neues Betriebsgelände auf die grüne Wiese zu setzen, kaufte die Firma 2005 eine ehemalige Maschinenfabrik in ammerländischen Wiefelstede, sanierte sie, baute sie um und erweiterte die alten Gebäude um neue Anbauten. Und dies zu Beginn ganz ohne Bankfinanzierung. Es entstand das moderne Archiv- und Logistikzentrum der LAGER 3000 GmbH. Durch das permanente Unternehmenswachstum sowie die Erweiterung der Geschäftsfelder dank Digitalisierung wuchs die Belegschaft seit 2012 um ein Drittel.

Regelmäßig besuchen Kinder der umliegenden Kindergärten das Unternehmen, freuen sich über Gabelstaplerfahrten und staunen über die Großscanner, die 12.000 Scans pro Stunde schaffen. Bei Betriebsführungen für Berufsschüler und andere Interessierte wirbt LAGER 3000 zudem fortlaufend für das papierlose Büro, indem es zeigt, wie der Papierverbrauch praktisch auf nahezu Null gesenkt werden kann.

Die LAGER 3000 GmbH unterstützt Kindergärten und Schulen der Umgebung, den Verein Hilfe für krebskranke und behinderte Kinder im Ammerland e. V. sowie weitere wohltätige, aber auch künstlerische Organisationen und Sportvereine mit Spenden.

Gemeinsam mit einem Partner aus der Sozialarbeit organisiert das Unternehmen Betriebspraktika für Menschen mit Behinderungen mit dem Ziel, solche Mitarbeiter langfristig in das Unternehmen zu integrieren.

Die LAGER 3000 GmbH wurde zum zweiten Mal für den Wettbewerb nominiert. In diesem Jahr von der Bundestagsverwaltung. 2015 wurde das Unternehmen Finalist.

Exportverpackung Sehnde GmbH
31319 Sehnde

Exportgut-Verpackungen in fünfter Generation

Ursprünglich stellte das 1858 gegründete Unternehmen Holzkisten, Wagenräder und Fässer her. Heute fertigt das von Familie Scharnhorst in fünfter Generation geführte Unternehmen moderne Verpackungslösungen sowie vorwiegend ausgeklügelte Holzkisten für Exportgüter der See-, Luft- und Straßenfracht. Mit sieben Hallen und einer Gesamtfläche von rund 46.000 qm ist die Exportverpackung Sehnde GmbH – anders als andere Verpackungsbetriebe – in der Lage, auch sehr große und platzintensive Projekte abzuwickeln, ganz nach Bedarf der Exportwirtschaft.

Die Exportverpackung Sehnde GmbH beschäftigt derzeit mehr als 50 Mitarbeiter. Sie entstand 1982 im Zuge der Firmenerweiterung und des Umzugs auf ein neues, größeres Firmengelände. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Sehnde, eine Filiale in Hannover sowie ein Tochterunternehmen in Polen.

Bei der modernen Logistik gilt es, eine immer umfangreichere Leistung in immer kürzerer Zeit zu erbringen. Viele Innovationen zielen daher darauf ab, den Arbeitsprozess effizienter zu gestalten und zu standardisieren, ohne dabei an Qualität einzubüßen. Flächenerweiterungen sowie Prozessoptimierungen halfen die Lauf- und Fahrwege zu optimieren und  ermöglichten es dem Unternehmen, die Kapazität für die Beladung von See-Containern von 15 auf 100 je Woche zu steigern. Für die Beladung benötigte Dokumente sind punktgenau dort elektronisch verfügbar, wo sie benötigt werden. Außerdem eliminierte die Exportverpackung Sehnde sämtliche Wartezeiten innerhalb des Verladeprozesses. Auf diese Art konnten Einsparungen von bis zu 70 Prozent erreicht werden. Ähnlich wie bei der Verladung wird der Verpackungsprozess elektronisch gesteuert. Wöchentlich bis zu 12.000 Fotos dokumentieren die Verpackungs- und Verladearbeiten. Durch die vollelektronische Verarbeitung dieser Datenmenge werden in diesem Bereich bis zu 40.000 Euro jährlich eingespart.

Hervorzuheben ist auch das Kundenportal, das als interaktiver Knotenpunkt fungiert. Gemeinsam genutzte Kalender und Planungstools, interaktive Dokumente und weltweite Erreichbarkeit über das Internet sind einige Vorzüge, die das Portal bietet. Hierdurch werden eine permanente Transparenz und höhere Effizienz im Verpackungsprozess geschaffen.

Das Unternehmen bildet für seine Kunden nicht nur einzelne Tätigkeiten, sondern ganze Versandprozesse ab, von der Warenannahme über den internen Transport bis hin zum Versand zum Endkunden.

Die Exportverpackung Sehnde initiierte die Aktion „Jeder Auftrag ein Baum“. Nach einem starken Sturmschaden wurde gemeinsam mit dem Waldbesitzerverband und der Landwirtschaftskammer Niedersachsen ein Waldgebiet in der Nähe von Göttingen wieder aufgeforstet. Das Unternehmen machte die Baumpflanzaktion dann 2011 zu einem Projekt für Kunden sowie andere Engagierte. Rund 13.000 Setzlinge sponserte das Unternehmen, 130 davon pflanzten Sehnde-Mitarbeiter sowie Kunden des Verpackungsspezialisten selbst. Weitere Projekte für die Förderung des Nachhaltigkeitsgedankens sind in Vorbereitung.

Die Exportverpackung Sehnde GmbH wurde zum dritten Mal in Folge zum Wettbewerb nominiert. In diesem Jahr von der AS-Drucklufttechnik GmbH, der Kruse & Kamien Schaltanlagen GmbH sowie der Stadt Sehnde.

Quelle: Oskar-Patzelt-Stiftung (Link zur Seite)

Hintergrundinformationen zur Oskar-Patzelt-Stiftung. Die OPS würdigt seit 22 Jahren jedes Jahr außergewöhnliche Leistungen mittelständischer Unternehmen. Sie verleiht jährlich im Herbst den Großen Preis des Mittelstandes. In dem bundesweiten Wettbewerb werden die besten mittelständischen Unternehmen in einem dreistufigen Auswahlverfahren ermittelt. Es werden nur diejenigen Unternehmen nominiert, die zuvor vorgeschlagen und durch die Juroren als auszeichnungswürdig beurteilt werden.

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