Gleich 22 Auszeichnungen für Team Germany bei WM der Berufe WorldSkills

Quelle: obs/WorldSkills Germany e.V./WorldSkills Germany/JörgWehrmann

Mit zwei Weltmeistertiteln, 17 Exzellenzauszeichnungen und weiteren Medaillen kehrt das Team Germany von den WM der Berufe, den WorldSkills in Sao Paulo/Brasilien zurück. Fast zwei Drittel der deutschen Teilnehmer haben damit eine Ehrung im Gepäck – eine achtbare Bilanz angesichts der harten internationalen Konkurrenz und hoher Leistungsdichte in den Starterfeldern. Zimmerer Simon Rehm (22, aus Weinsfeld-Hilpoltstein/Bayern) und Nathanael Liebergeld (21, aus Ehrenfriedersdorf/Sachsen) machten es der deutschen Fußball-Nationalmannschaft nach und holten sich in Brasilien den Weltmeistertitel. Rehm holte als Punktbester im deutschen Team mit dem Titel „Best of Nation“ seine zweite Goldene. Die Betonbauer Dennis Behrens (20, aus Scheeßel/Niedersachsen) und Pascal Gottfried (21, aus Rattelsdorf/Bayern) gewannen Silber. Ebenfalls Vizeweltmeister darf sich Stuckateur Lukas Prell (21, aus Aldenhoven/Nordrhein-Westfalen) nennen. Komplettiert wurde der Medaillensatz durch Tobias Niefenecker (18, aus München/Bayern), er holte Bronze.

Frenetisch angefeuert von der deutschen Fangemeinde aus mitgereisten Familien, Freunden und Arbeitskollegen feierte das Team Germany gemeinsam mit rund 1.200 Teilnehmern und gut 10.000 Zuschauern aus 59 Ländern und Regionen am Sonntagabend das Finale der ersten WorldSkills in Lateinamerika in der vollbesetzten Arena Ibirapuera Gymnasium. Vier Tage lang wetteiferten im Jahr zwischen Fußball-WM und Olympia die Weltbesten ihres Berufsfaches im Alter bis 22 Jahre um Gold, Silber und Bronze. „Wir waren hoch motiviert angereist und unsere jungen Fachkräfte aus Industrie, Handwerk und Dienstleistung hatten sich intensiv auf Sao Paulo vorbereitet und viel vorgenommen“, so Hubert Romer, Official Delegate und Geschäftsführer von WorldSkills Germany.

„Auch wenn nicht alle ihre Top-Trainingsleistungen unter den Wettkampfbedingungen abrufen konnten und wir mit einigen Widrigkeiten vor Ort kämpfen mussten, haben alle unsere Teilnehmer gekämpft, ist die Bilanz aus deutscher Sicht positiv. Mit der recht hohen Zahl von ‚Medallion for Excellence‘ für das Erreichen der anspruchsvollen 500-Punkte-Marke haben die deutschen Teilnehmer unter Beweis gestellt, dass sie international ein starkes Wörtchen mitreden können in ihren Berufssparten, dank des erfolgreichen dualen Bildungssystems. Besonders stachen die Leistungssteigerungen aller IT-Berufe hervor. Sie machten einige Ränge gut. Beispielsweise im Wettbewerb Software-Solutions dürfen wir auf das beste Ergebnis der vergangenen 12 Jahre schauen“, bestätigt Romer.

Auf der Qualität der WM-Vorbereitung und den Ergebnissen lässt sich hervorragend aufbauen, oft fehlte zu Spitzenplätzen nur eine Kleinigkeit, da das internationale Niveau der Starter in den Berufsdisziplinen höher geworden ist und mehr Länder ihre Ansprüche auf Podestplätze anmelden. „Best practice-Beispiele in die Breite tragen, die Expertenstruktur optimieren und deren Erfahrungen in Bundesleistungszentren noch stärker nutzbar machen sowie noch mehr Aufmerksamkeit für die WorldSkills-Idee und berufliche Wettbewerbe erreichen sind einige der aktuellen Strategien“, folgert Hubert Romer. „Unser strategisches Konzept läuft über mehrere Jahre und baut von Wettbewerb zu Wettbewerb auf. Ich bin optimistisch“, so Romer weiter, „dass sich die Aufbruchstimmung und -aktivitäten der letzten Monate in naher Zukunft auszahlen werden. In den Auswertungen nach ‚Gesamter Anzahl der Medaillenpunkte‘ und ‚Total point Score‘ liegt Deutschland auf Platz 7 bzw. 10. Das kann sich sehen lassen.“

Das Team Germany aus 8 Frauen und 33 Männern war in 36 Offiziellen Wettbewerben und einem Demonstrationsskill angetreten. Die Teilnahme des Teams Germany bei den WorldSkills Sao Paulo 2015 wurde gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie das Unternehmen Samsung Electronics. Die Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel hatte die Schirmherrschaft für das Team Germany bei den Berufe-WM in Brasilien übernommen.