Ford fördert Entwicklung von Drohnen-Fahrzeug-Konzepten für Notfallhilfe bei Katastrophen

obs/Ford-Werke GmbH

Wenn Naturkatastrophen Menschen in Gefahr bringen und ganze Regionen selbst für schweres Gerät kaum passierbar machen, kommt es für Retter und Hilfskräfte im ersten Moment vor allem auf eines an: einen schnellen und möglichst umfassenden Überblick von der Lage vor Ort zu bekommen. Ford hat aus diesem Grund zusammen mit dem Unternehmen DJI – Marktführer für professionelle Drohnen-Hard- und -Software – einen Entwicklungswettbewerb für ein fahrzeugbasiertes Drohnensystem ausgeschrieben, der schon bald die schwierige Arbeit der Ersthelfer in Katastrophengebieten unterstützen könnte: Die DJI Developer Challenge lädt findige Tüftler und clevere Erfinder weltweit ein, auf Basis der Konnektivitätssysteme Ford SYNC AppLink oder Open XC eine intelligente Echtzeitsteuerung für die unbemannten Flugobjekte und ihre Kommunikationsfunktionen zu konzipieren. Ziel ist die schnelle, effektive und umfängliche Luft-Aufklärung bei Naturkatastrophen.

Dem Gewinner winkt ein Preisgeld in Höhe von 100.000 US-Dollar. Die DJI Developer Challenge ist die jüngste Stufe des bereits 2013 auf der Consumer Electronic Show (CES) in Las Vegas vorgestellten Ford Developer Program. Die DJI Developer Challenge unterstreicht den Smart Mobility Plan von Ford, der ein neues Level der Konnektivität und Mobilität für das autonome Fahren und ein nochmals verbessertes Kundenerlebnis anstrebt.

„Bei Ford denken wir in jede Richtung, um das Leben unserer Kunden zu verbessern“, betont Ken Washington, als Vizepräsident von Ford zuständig für Forschung und Entwicklung. „Zusammen mit DJI und den Vereinten Nationen arbeiten wir an einem integrierten Drohnen-Fahrzeug-Konzept für das Gemeinwohl“.

Der Ford F-150 könnte der UN als Basisstation für Drohne dienen

Ein optimales Rettungsszenario sieht für die Einsatzkräfte der Vereinten Nationen (UN) zum Beispiel einen Ford F-150 Pickup vor, der nach einem Erdbeben, einem Tsunami oder einer anderen Naturkatastrophe in kürzester Zeit die Krisenregion erreicht. Über den großzügig dimensionierten Touchscreen des Kommunikations- und Entertainmentsystems Ford SYNC 3 setzt der Fahrer dort die Drohne mithilfe einer Ford SYNC AppLink-Anwendung in Bewegung. Sie folgt einer vorgegebenen Flugroute und filmt das Notstandsgebiet aus der Luft. Dabei identifiziert das Fluggerät Überlebende, markiert deren Position auf einer Karte und teilt diese Daten über die Vernetzung mit dem Smartphone seines Operators in Echtzeit mit der Einsatzzentrale, die anhand der wichtigen Informationen zielgerichtet weitere Rettungsmaßnahmen einleiten kann. Während der Fahrer bereits auf dem Weg zur nächsten Lageanalyse ist, kehrt die Drohne selbständig zum Pick-up zurück und steuert automatisch den Landeplatz auf der Ladefläche an.

Drohnen-Fahrzeug-Kommunikation ist Teil des Smart Mobility Plans von Ford

Was heute noch futuristisch klingt, findet vielleicht schon bald auch in zivilen Bereichen Verwendung – etwa, wenn es für die Land- und Forstwirtschaft um die Erkundung unzugänglicher Gebiete geht, im Baugewerbe oder bei Brückeninspektionen. Natürlich kann die Steuerungsschnittstelle zwischen Drohne und Basisfahrzeug auch bei der Suche und Rettung Hilfsbedürftiger wichtige Dienste leisten.