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Ford betreibt in Lommel/Belgien eine höllische Teststrecke

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Schlaglöcher und abgenutzte Straßenoberflächen können für Autofahrer auf der ganzen Welt zu einem kostspieligen Problem werden. So wurden im vergangenen Jahr nach Schätzungen alleine in Europa rund 20.000 neue Schlaglöcher registriert. Angesichts dieser Tatsache betreibt Ford auf seinem Testgelände im belgischen Lommel ein regelrecht höllisches Stück Straße, den so genannten „Boulevard der gebrochenen Stoßdämpfer“. Dort werden auf einer Gesamtlänge von 1,9 Kilometern belgische Granitstein-Straßenprofile, Pariser Kopfsteinpflaster, brasilianische Bodenschwellen, deutsche Schlaglochkrater nach Frostschäden, afrikanische Buckelpisten und viele andere Gefährdungspotenziale aus weltweit 25 Ländern simuliert, um robuste Fahrwerke und leistungsfähige Dämpfer-Systeme zu entwickeln. Eines der praktischen Ergebnisse dieser rigorosen Tests ist die „Continuous Control“-Dämpfung mit Schlagloch-Abschwächung. Diese Technologie debütiert in Europa bei den Ford-Baureihen Mondeo, S-MAX und Galaxy. Das System erkennt, wenn ein Rad durch ein Schlagloch fährt und passt die Dämpfung blitzschnell an, um das Fahrwerk vor Beschädigungen zu schützen.

„Ob eine vom Regen ausgewaschene Verkehrskreuzung in China oder die holprige Nebenstraße in Deutschland: Unsere Teststrecke stellt Fahrzeuge vor extreme Herausforderungen – ganz im Dienst unserer weltweiten Kunden“, sagte Eric-Jan Scharlee, Durability Technical Specialist am Ford-Testzentrum im belgischen Lommel. „Unsere Testeinrichtung ermöglicht die Entwicklung künftiger Fahrzeuge, die auch mit besonders schwierigen Bedingungen fertig werden“.

Der „Boulevard der gebrochenen Stoßdämpfer“ ist Teil der insgesamt 80 Kilometer langen Ford-Teststrecke in Lommel. Bei ihren Recherchen nach landestypischen Straßenprofilen und Straßenschäden waren Ford-Ingenieure unter anderem nach Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Österreich, Russland, der Schweiz, Spanien sowie nach Asien, Australien, Nordamerika und Südamerika gereist.

Die Ford-Ingenieure arbeiten kontinuierlich an neuen Abschnitten für diese Marterstrecke. Dabei verwenden sie eine ähnliche Ausrüstung wie Seismologen beim Studium von Erdbeben. Mitunter fahren die Ingenieure sogar mit Geschwindigkeiten von bis zu 70 km/h wiederholt durch tiefe Schlaglöcher – die daraus resultierenden Belastungen am Fahrzeug werden im Rahmen der Tests von speziellen Sensoren erfasst und anschließend ausgewertet.

Alle europäischen Ford-Baureihen werden in Lommel getestet, wo Ford-Ingenieure und Testfahrer jedes Jahr mehr als sechs Millionen Kilometer zurücklegen. Um beispielsweise die notwendige Qualität und Zuverlässigkeit beim Ford Transit zu gewährleisten, simulierten die Ingenieure eine Nutzungsdauer von mindestens zehn Jahren, komprimiert in nur einem halben Jahr. Hierfür wurden Prototypen der neuen Ford Transit-Generation auf dem Testgelände im belgischen Lommel sowie in Romeo (US-Bundestaat Michigan) extremen Härtetests unterworfen. Zu den Tests gehörten Fahrten über eine Hochgeschwindigkeitsstrecke, Salz- und Schlammbäder und Korrosionsprüfungen in Hochfeuchtekammern – und das alles bei Temperaturen zwischen minus 40°C und plus 40°C.

„Die Analyse der bei den Tests erhobenen Fahrzeugdaten ermöglichte die Entwicklung von zahlreichen Assistenzsystemen und Designlösungen zur Verbesserung der Sicherheit und Robustheit unserer Fahrzeuge“, sagte Scharlee.

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