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Experten fordern mehr Praxisbezug in der Hochschulbildung

v.l.: Rolf Königs, Präsident des Verbandes der Rheinischen Textil- und Bekleidungsindustrie, Prof. Dr. Guido Benzler, Geschäftsführer der rheform GmbH, Prof. Dr. Helmut J. Schmidt, Präsident der TU Kaiserslautern und Dr. Günter Krings (MdB), Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister des Innern. Quelle: obs/Santander Consumer Bank AG/Andreas Baum

In den deutschen Studiengängen fehlt es an Praxisbezug, und die duale Ausbildung muss als gleichwertiger Weg anerkannt werden. Das war die einhellige Meinung aller Podiumsteilnehmer, die die Santander Consumer Bank gestern anlässlich ihres dritten Santander Atrium Dialoges in das neue Gebäude Am Nordpark in Mönchengladbach eingeladen hatte. Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik sowie Studierende diskutierten über die Herausforderungen der Ausbildung in der Zukunft.

„Wir glauben fest an die Rolle der Universität als Schöpfer von Wissen, als Brutkasten des Talents und als Antrieb für die Wirtschaft und den gesellschaftlichen Fortschritt“, hob Ulrich Leuschner, Vorstandsvorsitzender der Santander Consumer Bank, eingangs hervor. Deshalb engagiere sich die Bank seit vielen Jahren in der Hochschulbildung. Santander wird bis Ende 2018 mehr als 700 Millionen Euro in Bildung investieren. Der Unternehmensbereich Santander Universitäten ist heute das größte Hochschulnetzwerk der Welt und ist laut UNESCO größter privater Förderer höherer Bildung.

Davon profitiert auch Stipendiatin Sarah Schmidt, Studentin an der Hochschule Niederrhein, die den Gästen von ihren positiven Erfahrungen auf dem Stipendiatentag, den Santander alljährlich veranstaltet, berichtete. „Stipendiatentum verschafft Studenten Zeit, auch mal über das Studium nachzudenken, sich ehrenamtlich zu betätigen oder Praktika zu absolvieren“, sagte Till Steinmaier, Co-Founder & Geschäftsführer des Start-ups Deutsche Technikberatung. Er kritisierte das mangelnde Praxiswissen der Studierenden.

„An den Hochschulen fehlt der Praxisbezug, die kurzen Praktika reichen nicht aus“, betonte auch Oliver Burda, stellvertretender Vorstandsvorsitzender und Arbeitsdirektor der Santander Consumer Bank. Ähnlich wie beim dualen Studium sollte dies deutlich stärker ausgebaut werden. Zudem müssten Ausbildung und Studium besser verzahnt werden.

Die Notwendigkeit praxisbezogenerer Studiengänge unterstrich ebenfalls Rolf Königs, in Personalunion Präsident des Verbandes der Rheinischen Textil- und Bekleidungsindustrie, Chairman & CEO der AUNDE Gruppe sowie Präsident von Fußballbundesligist Borussia Mönchengladbach. Als eine Lösung stellte er die geplante Textilakademie in Kooperation mit der Hochschule Niederrhein vor. „In dieser privaten Berufsschule wollen wir in der Aus- und Weiterbildung Lehrlinge mit Studenten und Berufsschullehrer mit Professoren mischen, um das Textilland Nordrhein-Westfalen mit gut ausgebildeten Leuten voran zu bringen“, berichtete Königs. Es müsse alles dafür getan werden, dass die Ausbildung perfektioniert werde, damit sie für junge Menschen wieder attraktiver wird.

„Unser duales System hat unsere Wirtschaft stark gemacht“, bekräftigte Dr. Günter Krings, Bundestagsabgeordneter und Parlamentarischer Staatssekretar im Bundesministerium des Inneren. Gleichwohl müsse die Durchlässigkeit zwischen Ausbildung und Hochschule noch weiter optimiert werden. Für bessere Informationen über die duale Ausbildung plädierte Prof. Dr. Bernhard Kempen, Präsident des Deutschen Hochschulverbandes, damit sie die richtige Anerkennung in Deutschland finde: „Sie muss als gleichwertiger Weg neben dem Hochschulstudium anerkannt werden.“

Wie Online-Bildung mit klassischer Hochschule sinnvoll verknüpft werden kann, stellte Sophie Marquitan, Head of Business Development des Start-ups Kiron Open Higher Education gUG, vor: Die 2014 gegründete Kiron University habe es sich zur Aufgabe gemacht, bestehende formale Barrieren für Quereinsteiger auf dem Weg zu Hochschulbildung abzubauen. „Nach erfolgreicher Teilnahme an Online-Kursen haben sie die Möglichkeit, nach zwei Jahren an eine unserer Partnerhochschulen zu wechseln, um dort den Bachelor-Abschluss zu machen“, erläutere Marquitan das innovative Konzept.

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