Eine Kampagne zur Rettung des Hebammenberufs

Quelle: obs/Weleda AG/DHV

Heute findet nicht mehr jede Schwangere und Mutter eine Hebamme – und das, obwohl ihr die Betreuung per Gesetz zusteht. Eine Tatsache, die den steigenden Berufshaftpflichtbeiträgen für freiberufliche Hebammen geschuldet ist. Für viele Hebammen rechnet sich die Ausübung ihres Berufes schlichtweg nicht mehr. Mit der Kampagne „unsere Hebammen“ möchte der Deutsche Hebammenverband (DHV) diese Entwicklung aufhalten. Die Weleda AG beteiligt sich als Sponsorin dieser Aktion.

Seit dem 12. Oktober ist der DHV mit seiner Plakatkampagne „unsere Hebammen“ in Deutschland präsent. Die Weleda AG ist unter den drei Sponsoren und unterstützt den Verband durch einen namhaften finanziellen Beitrag. Mit 9.000 Plakaten setzt sich der DHV für die Sicherung des Hebammenberufs ein und möchte so Frauen und ihren Familien die bestmögliche Betreuung während Schwangerschaft und Geburt sichern. Die unterschiedlichen Plakatmotive zeigen, dass jeder einmal mit Hilfe einer Hebamme das Licht der Welt erblickt hat. Auf diesem Weg soll die breite Öffentlichkeit zur Unterstützung der Hebammenarbeit aufgerufen werden.

„Die harmonische Geburtshilfe und der behütete Lebensbeginn haben in der anthroposophischen Medizin und der Waldorfpädagogik eine große Bedeutung. In Deutschland begleiten die Hebammen diese sensible Zeit maßgeblich. Als anthroposophisches Unternehmen liegt es uns besonders am Herzen, dass Kinder weiterhin dort zur Welt kommen, wo ihre Eltern gut begleitet werden und sich sicher fühlen“, erklärt Ramon Stroink, Geschäftsführer Markt Deutschland / Österreich / Schweiz, das Engagement von Weleda für die DHV-Kampagne.

„Auch haben unsere Unternehmenswerte und unsere Produkte ein sehr hohes Ansehen in der Berufsgruppe der Hebammen. Daher war die Zusammenarbeit und die Unterstützung der DHV-Kampagne für uns selbstverständlich.“ Bereits im Mai 2014 beteiligte sich Weleda an der Plakataktion „Zur Rettung des Hebammenberufs“ des Fotografen Björn Schönfeld und zeigte damit früh ihren Einsatz für die Hebammenarbeit.

Seit nunmehr eineinhalb Jahren sind die gesicherten Hebammenversorgung und die prekäre Situation der freiberuflichen Hebammen im Fokus von Politik und Medien. Anlass hierfür gaben u.a. die steigenden Haftpflichtbeiträge für mehr als 3.500 freiberufliche Hebammen. Für einige der freiberuflich tätigen Hebammen bedeutete dies gar das berufliche Aus. Die aktuellen Engpässe in der Geburtsbegleitung sowie in der Schwangeren- und Wochenbetreuung sind eine Folge.

Für die wenigen festangestellten Hebammen in den Kliniken ist die Situation gleichermaßen schwierig. Nicht selten müssen sie mehrere Geburten gleichzeitig betreuen, was eine individuelle Betreuung nicht möglich macht. Dass sich unter diesen Umständen kaum junge Menschen für den Beruf der Hebamme begeistern lassen, ist selbsterklärend. Diesen Entwicklungen in der Hebammenarbeit möchte der DHV entgegensteuern.