Einblicke in das Familienglück der Deutschen

Quelle: obs/care.com

Die Sommerferien gehen zu Ende und mit ihnen nicht nur die Auszeit von Job, Schule und Alltag, sondern auch die Zeit, die Eltern als besonders entscheidend für das Familienglück empfinden (72 Prozent). Was macht das Familienglück aus? Betreut.de, ein Onlinemarktplatz für familienunterstützende Dienstleistungen, hat gemeinsam mit forsa eine Studie mit mehr als 1.000 befragten deutschen Eltern durchgeführt. Ziel war es herauszufinden, wie glücklich Familien in Deutschland sind und welche Faktoren das Familienglück beeinflussen.

Familie macht glücklich: Kleine Momente und gemeinsame Zeit sind entscheidend

Das Ergebnis ist eindeutig: Familie ist ein entscheidender Glücksfaktor, davon sind 98 Prozent der befragten Eltern überzeugt – unabhängig von Geschlecht, Alter und Größe des Haushalts. Gemeinsame Zeit mit der Familie zu verbringen steht für Familien an erster Stelle (96 Prozent), noch vor finanzieller Sicherheit (85 Prozent) und dem sozialen Netzwerk (76 Prozent). Glückliche Momente schenken den Eltern die kleinen Dinge, wie zum Beispiel ein Kinderlachen oder ein selbstgemaltes Bild (85 Prozent), dicht gefolgt von gemeinsamen Familienausflügen (77 Prozent) und Familienurlauben (72 Prozent).

Warum das so ist, erklärt Glücksforscher Dominik Dallwitz-Wegner: „Die aktuelle Glücksforschung geht davon aus, dass das Empfinden von Glück von vielen Faktoren abhängig ist, wie zum Beispiel unseren genetischen Voraussetzungen, unserer Erziehung oder den Lebensumständen. Wir können jedoch einen Großteil unseres Glücksempfindens positiv beeinflussen, wenn wir unsere Aufmerksamkeit auf die schönen und wertvollen Momente des Lebens richten.“

Familie kann auch Stress bedeuten: Die größten Herausforderungen

Neben Glück bedeutet Familie jedoch auch Stress. 79 Prozent der Befragten geben an, ihr Leben sei stressiger, seit sie eine eigene Familie haben. Familienfeiern (39 Prozent) sorgen bei den Befragten für Stressmomente im Familienleben, ebenso Feiertage (11 Prozent) wie Weihnachten und Ostern, an denen die ganze Familie zusammenkommt. Aber es sind nicht nur die Feiertage, denn jeder Vierte empfindet auch den Alltag mit der Familie als stressig. Mehr als die Hälfte der Befragten (58 Prozent) geben an, dass der Mangel an Zeit der größte Stressfaktor und die größte Herausforderung für das Familienleben ist.

Für Väter sind darüber hinaus besonders die beruflichen Verpflichtungen (58 Prozent) und für Mütter die fehlende Zeit für die täglichen Aufgaben (53 Prozent) zentrale Herausforderungen im Familienalltag. Glücksexperte Dallwitz-Wegner weiß Rat: „Durch die häufige Doppelbelastung mit Beruf und Familie, sowie hohe Ansprüche, die die Eltern an sich selber stellen, wird der Alltag immer komplexer. Um dem zu begegnen, müssen wir lernen Prioritäten anders zu setzen und Aufgaben zu delegieren.“ Eine Investition die sich lohnt: „Damit erzeugen wir mehr Zeit und angenehme Momente für die Familie und investieren nachhaltig in das Familienglück,“ so Dallwitz-Wegner weiter.

Mehr Zeit für Kinder, Partner und sich selbst

Betreut.de Familienexpertin Julia Beck ergänzt, „Familie ist für viele Eltern der absolute Lebensmittelpunkt. Sie bemühen sich möglichst viel Zeit gemeinsam zu verbringen, aber scheitern oft daran alle Aufgaben und Verpflichtungen unter einen Hut zu bekommen. Neben einer gleichberechtigten Aufteilung der familiären und beruflichen Pflichten zwischen den Partnern, kann auch eine professionelle Unterstützung für Entlastung sorgen und damit zum Familienglück beitragen.“ Insgesamt 69 Prozent aller Befragten nehmen bereits professionelle Unterstützung in Anspruch oder können sich dies für die Zukunft vorstellen.

„Die beruflichen, sozialen und familiären Anforderungen der heutigen Zeit sind vielfältig. Um das Familienleben in vollen Zügen genießen zu können, müssen wir der Perfektionsfalle entkommen, jede Aufgabe selbst und nahezu perfekt lösen zu wollen. Geben Sie Aufgaben ab, das gibt Ihnen mehr Zeit für andere Dinge, die zum Glück beitragen. Für die Kinder, den Partner und sich selbst. Denn als Familie glücklich zu sein bedeutet manchmal auch Zeit ohne die Familie zu verbringen,“ so Beck weiter. Die gewonnene Zeit würden Väter vor allem den Kindern (57 Prozent) und der Partnerin oder dem Partner widmen (55 Prozent), Mütter wünschen sich vor allem mehr Zeit für sich selbst, eigene Aktivitäten und Ruhepausen (59 Prozent), aber auch mehr Zeit mit den Kindern (51 Prozent).