Ein verglastes Stück Moderne

Mit dem neuen IT-Campus 111 vereint der Softwarehersteller und IT-Dienstleister Datev seine Entwickler in Nürnberg unter einem Dach. Quelle & (c): Arnold Glas
Die 12.000 Quadratmeter Spezialglas der Unternehmensgruppe Arnold Glas tragen zum modernen Erscheinungs- bild bei – und sind teilweise Bestandteil eines nachhaltigen Energiemanagements. Quelle & (c): Arnold Glas

Die 12.000 Quadratmeter Spezialglas der Unternehmensgruppe Arnold Glas tragen zum modernen Erscheinungs-
bild bei – und sind teilweise Bestandteil eines nachhaltigen Energiemanagements. Quelle & (c): Arnold Glas

Mit dem neuen IT-Campus 111 vereint der Softwarehersteller und IT-Dienstleister Datev seine Entwickler in Nürnberg unter einem Dach. Vier Innenhöfe und großzügige Büroflächen bieten Raum für Kreativität und Konzentration. Farbige Glaslamellen am ebenfalls neuen Parkhaus setzen architektonisch herausragende Akzente. Die insgesamt 12.000 Quadratmeter Spezialglas von der Unternehmensgruppe Arnold Glas für die Lamellen und das Entwicklungszentrum tragen zum modernen Erscheinungsbild der Gebäude bei – und sind teilweise Bestandteil eines nachhaltigen Energiemanagements.

Eine Mischung aus moderner und historischer Architektur prägt die Fürther Straße in Nürnberg: Der viergeschossige, 100 Millionen Euro teure Datev-Neubau mit einer Nutzfläche von insgesamt 42.000 Quadratmetern gilt als Beispiel fortschrittlicher Gebäude- und Arbeitsplatzgestaltung. Gegenüber befindet sich der geschichtsträchtige Justizpalast, in dem sich Vertreter des Nationalsozialismus während der Nürnberger Prozesse für ihre Taten verantworten mussten.

Die Bezeichnung des neuen Entwicklungszentrums, Datev IT-Campus 111, verweist auf den Standort – Fürther Straße 111. Um den 1.800 Software-Entwicklern bestmögliche Arbeitsbedingungen zu bieten, waren sie in die Objektplanung integriert. Moderne Konferenzräume sollen die Kommunikation und Teamarbeit fördern. Rückzugsbereiche schaffen Ruhezonen für konzentriertes Arbeiten. In den vier Innenhöfen gibt es beispielsweise Strandkörbe auf Sandflächen.

Gläserne Magistrale als verbindendes Element

Durch einen Gang aus den Sonnenschutzgläsern sunbelt crystal und sunbelt atlantis der Unternehmensgruppe Arnold Glas sind die einzelnen Gebäudeteile miteinander verbunden. Das Architekturglas ermöglicht, dass es auch an Sonnentagen im Objektinneren angenehm kühl bleibt. So lassen sich die erforderliche Klimatisierung des Gebäudes minimieren und der Energieverbrauch senken.

Für die 2.300 Lochfenster fiel die Wahl auf das arcon-Wärmedämmglas N33. Durch seinen Lichttransmissionsgrad von 80 Prozent sorgt es für lichtdurchflutete Innenräume. Der Gesamtenergiedurchlassgrad von 62 Prozent stellt sicher, dass die Fenster genug Tageslicht aber nicht zu viel Wärme in die Räume lassen. Der Wärmedurchgangskoeffizient von 1,1 W/m2K verhindert, dass Heizenergie an kalten Tagen über die Fenster nach draußen gelangt.

Parkhaus als Kunstwerk

Ebenfalls neu auf dem Firmengelände ist das über 2.000 Quadratmeter große Parkhaus für 850 Pkw. Die Fassade wurde mit mehr als 1.200 farbigen Glaslamellen verkleidet. Diese sind in unterschiedlichen Winkeln fest montiert und machen das Parkhaus zu einem architektonischen Kunstwerk: Beim Betrachten entsteht der Eindruck, auf überdimensionale Wellen zu blicken.

Jede Lamelle besteht aus durchschlaghemmendem Verbundsicherheitsglas (VSG) und ist 0,70 x 2,00 Meter groß. Um sie farblich an den Champagner-Ton der IT-Campus-Fassade anzupassen, wurden mehrere Spezial-Farbfolien übereinandergelegt. Diese befinden sich zwischen den einzelnen Glasscheiben des VSGs. „Durch die Fächerung der Lamellen entsteht der Eindruck, dass die Farben unterschiedlich abgestuft sind. Das ist ein besonderes optisches Highlight“, sagt Projektleiter Heiko Hannig von den Glaswerken Arnold, die wie arcon zur Unternehmensgruppe Arnold Glas gehören.