EBIT-Ziel 2015 zwischen 655 und 675 Millionen Euro

Quelle: obs/AccorHotels Central Europe/© AccorHotels

Im dritten Quartal 2015 entwickelte sich das Geschäft auf den meisten Märkten des Konzerns stark. Auf vergleichbarer Basis stieg der Umsatz um 3,4 Prozent und in ausgewiesenen Zahlen um 2,4 Prozent auf 1.493 Millionen Euro.

Sébastien Bazin, CEO von AccorHotels, erklärte: Die Ergebnisse des dritten Quartals bestätigen die Fortsetzung der seit Anfang des Jahres beobachteten Tendenzen mit einem soliden Geschäft auf den meisten Märkten des Konzerns, einer schwachen Nachfrage in Frankreich und einer rapiden Verschlechterung der Lage in Brasilien im Zusammenhang mit einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld.

AccorHotels setzt die Umsetzung seiner Strategie fort, mit ersten Erfolgen des digitalen Plans und einem schnellen Wachstum von HotelServices sowie der Umstrukturierung des Portfolios von HotelInvest. Vor diesem Hintergrund gibt der Konzern ein präziseres EBIT-Ziel 2015 im Bereich zwischen 655 und 675 Millionen Euro bekannt.

Meilensteine des 3. Quartals 2015:

– Kräftiges Wachstum auf den meisten europäischen Märkten – Sehr solide Ergebnisse in der Region Afrika und Mittlerer Orient und im Asien-Pazifik-Raum (außer China) – Stabile Ergebnisse trotz schwacher Nachfrage in Frankreich – Rapide Verschlechterung der Lage in Brasilien, die durch die Abwertung des brasilianischen Real zusätzlich belastet wurde – HotelInvest: schnelle Fortsetzung der Umstrukturierungen des Portfolios – HotelServices: Eröffnung von 23.449 Zimmern (154 Hotels) seit Jahresbeginn – Fortsetzung der Umsetzung des digitalen Plans.

Kräftiger Umsatzanstieg

Der Konzernumsatz stieg bei konstantem Portfolio und um Wechselkurse bereinigt im 3. Quartal 2015 gegenüber dem Vorjahr um 3,4 Prozent auf 1.493 Millionen Euro. Der ausgewiesene Umsatz legte 2,4 Prozent zu. Dieser Zuwachs ist auf eine günstige Geschäftsentwicklung auf den meisten Schlüsselmärkten des Konzerns zurückzuführen, vor allem in den Regionen Nord-, Zentral-, und Osteuropa (NCEE, Umsatzplus auf vergleichbarer Basis 4,8 Prozent) sowie in den Regionen Mittelmeer, Mittlerer Orient und Afrika (MMEA, Umsatzplus auf vergleichbarer Basis 10,0 Prozent).

In Frankreich ist das Klima mit einem schwachen Umsatzplus von 1,0 Prozent auf vergleichbarer Basis weiterhin ungünstig. Die Nachfrage entwickelte sich stabil. Die seit Anfang des Jahres beobachteten Tendenzen setzten sich auch im 3. Quartal 2015 fort. Die Geschäftstätigkeit war sehr unausgeglichen zwischen Paris mit einem schwachen Geschäft und dem Rest Frankreichs, wo mit einem kräftigen Anstieg der RevPAR in den meisten großen Städten (insbesondere in Lyon, Bordeaux, Straßburg, Marseille und Lille) ein erfreuliches Umsatzwachstum verzeichnet wurde.

Der Umsatz der Region Nord- und Südamerika wurde durch die Lage in Brasilien (Umsatzverlust von 12,7 Prozent auf vergleichbarer Basis) um 6,7 Prozent auf vergleichbarer Basis gedrückt. Brasilien erlebt eine tiefgreifende Krise, die durch die ungünstige Entwicklung des Reals und hohe Vergleichszahlen im Juli aufgrund der Fußballweltmeisterschaft 2014 zusätzlich verstärkt wird.

Die ausgewiesenen Zahlen wurden von folgenden Faktoren beeinflusst:

– Die Wachstumspolitik des Konzerns führte mit der Eröffnung von 8.443 Zimmern (55 Hotels), zu 82 Prozent im Rahmen von Management und Franchise-Verträgen, zu einem Zuwachs im Umsatz von 25 Millionen Euro bzw. 1,7 Prozent.

– Die Verkäufe drückten den Umsatz um 40 Millionen Euro bzw. 2,7 Prozent.

– Die Wechselkurseffekte erhöhten den Konzernumsatz geringfügig um insgesamt 0,7 Millionen Euro, wobei die positive Entwicklung des britischen Pfund um 16,7 Millionen Euro und des US-amerikanischen Dollars um 4,4 Millionen Euro durch die Abwertung des brasilianischen Reals um 20,7 Millionen Euro nahezu kompensiert wurde.

HotelInvest: Vergleichbarer Umsatzanstieg im 3. Quartal um 2,0 Prozent auf 1.295 Millionen Euro

In Frankreich entwickelte sich der Umsatz von HotelInvest mit einem Minus von 0,5 Prozent auf vergleichbarer Basis weiterhin leicht rückläufig insbesondere die Geschäftstätigkeit im Economy-Segment(vergleichbarer Umsatz -1,7 Prozent) und im Midscale- Segment (-0,5 Prozent), was auf die schwachen Zahlen der als Eigentum und mit Pacht-Verträgen betriebenen Hotels im Großraum Paris zurückzuführen ist. Das Oberklasse- und Luxussegment verzeichnete ein Umsatzplus von 2,2 Prozent auf vergleichbarer Basis, was in erster Linie einer erfreulichen Sommersaison zu verdanken ist.

Die Region Nord-, Zentral- und Osteuropa (NCEE), in der 47 Prozent des Umsatzes von HotelInvest erwirtschaftet wurde, legte mit einem Umsatzplus von 4,2 Prozent auf vergleichbarer Basis weiter zu, was einer kräftigen Geschäftsentwicklung vor allem in Großbritannien (+5,6 Prozent), Polen (+5,8 Prozent) und den Niederlanden (+9,2 Prozent) zu verdanken ist. In Deutschland wurde eine sehr gute Sommersaison verzeichnet, gefolgt von einer bereits vorhersehbaren rückläufigen Entwicklung im September aufgrund der in diesem Jahr ausfallenden zweijährig veranstalteten Messen. Insgesamt legte der vergleichbare Umsatz von HotelInvest in Deutschland im 3. Quartal um 1,7 Prozent zu.

Die Region MMEA konnte weiterhin erfreuliche Gesamtergebnisse mit einem vergleichbaren Umsatzplus von 8,4 Prozent verzeichnen, das auf die Fortsetzung der Erholung des Geschäfts in den südeuropäischen Ländern zurückzuführen ist, insbesondere in Portugal (+8,6 Prozent) und Italien (+11,0 Prozent). Auch Spanien legte trotz hoher Vergleichszahlen vom Sommer 2014 mit einem Plus von 5,1 Prozent beim Umsatz zu.

Das Geschäft von HotelInvest im Asien-Pazifik-Raum verzeichnete ein vergleichbares Plus von 2,2 Prozent, was dem dynamischen Geschäft in Australien, Japan und Französisch-Polynesien zu verdanken ist. Gleichzeitig ist die Tendenz in China mit minus 2,2 Prozent im 3. Quartal weiterhin rückläufig.

Der Umsatz in der Region Nord- und Südamerika entwickelte sich mit einem Minus von 7,7 Prozent im Vergleich zum 3. Quartal 2014 stark rückläufig, was die sehr schwierige wirtschaftliche Lage in Brasilien (Umsatzminus von 12,5 Prozent) vor dem Hintergrund einer hohen Inflation in den wichtigsten Ländern Südamerikas widerspiegelt.

Ende September 2015 bestand das Portfolio von HotelInvest aus 1.327 Hotels, 58 Prozent der Häuser befanden sich in Europa und 94 Prozent gehörten zum Economy- und Mittelklasse-Segment. Seit Beginn des Jahres wurden 75 Hotels von HotelInvest umstrukturiert, u. a. ein Portfolio von 29 Häusern in Deutschland und den Niederlanden, die am 30. September verkauft wurden.

HotelServices: Vergleichbares Umsatzplus im 3. Quartal um 8,4 Prozent auf 356 Millionen Euro.

Das Geschäftsvolumen2 von HotelServices kletterte im 3. Quartal wechselkursbereinigt um 6,2 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro, was dem Wachstum und dem Anstieg der RevPAR zu verdanken ist.

Der vergleichbare Umsatz legte um 8,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu, wobei alle Märkte ein kräftiges Wachstum verzeichneten: Europa außerhalb Frankreichs und dem Mittelmeer-Raum (NCEE: +10,8%), Mittelmeer-Mittlerer Orient-Afrika (MMEA: +18,1%), Asien-Pazifik-Raum (+7,1%) und Frankreich (+5,9%). Nur die Region Nord- und Südamerika erwirtschaftete einen rückläufigen Umsatz (-6,8%), was auf den starken Umsatzrückgang in Brasilien (-16,5%) zurückzuführen ist.

Die Gebühren, die von HotelInvest an HotelServices ausgezahlt wurden, beliefen sich im 3. Quartal auf 147 Millionen Euro bzw. 41 Prozent der Einnahmen von HotelServices in dem Berichtszeitraum.

Der Konzern hat im 3. Quartal 2015 insgesamt 8.443 neue Zimmer (55 Hotels) eröffnet, davon 82 Prozent im Rahmen von Franchise- und Managementverträgen. Ende September 2015 gehörten zum Hotelbestand von HotelServices insgesamt 3.815 Häuser und 500.366 Zimmer, die zu 29 Prozent im Rahmen von Franchiseverträgen und zu 71 Prozent im Rahmen von Management-Verträgen, einschließlich des Portfolios von HotelInvest, bewirtschaftet wurden.

Geografischer Fokus auf die Schlüsselmärkte im 3. Quartal 2015

Mit Ausnahme von Frankreich sind die Ergebnisse auf den wichtigsten Märkten des Konzerns im 3. Quartal solide mit einem erfreulichen Anstieg der RevPAR, der auf die Nachfrage und die Preisentwicklung zurückzuführen ist.

In Deutschland entwickelte sich das Geschäft mit einem vergleichbaren Umsatzplus von 2,4 Prozent im 3. Quartal weiterhin stark, was einer hervorragenden Sommersaison zu verdanken ist trotz eines sehr ungünstigen Messekalenders im September, der für ein monatliches Umsatzminus von etwa 7 Prozent im Vergleich zum September 2014 verantwortlich ist. In diesem Kontext kletterte der vergleichbare Umsatz von HotelInvest und HotelServices um 1,7 bzw. 9,0 Prozent. Im 4. Quartal fällt der Veranstaltungskalender erheblich günstiger aus.

In Großbritannien wurde mit einem Plus von 6,3 Prozent im 3. Quartal erneut ein kräftiger Anstieg der Geschäftsentwicklung verzeichnet. Der vergleichbare Umsatz von HotelInvest und HotelServices kletterte um 5,6 bzw. 10,9 Prozent. Diese Zuwächse sind einer weiterhin hohen Nachfrage zu verdanken (mit einer Auslastungsrate von 87,9 Prozent im Quartal bei Hotels, die als Eigentümer, im Rahmen von Pacht- und Managementverträgen bewirtschaftet werden), was eine Optimierung der Durchschnittspreise (+5,3%) und der RevPAR (5,1%) ermöglichte.

In London entwickelte sich das Geschäft im Sommer stabil und legte im September weiter zu, was in erster Linie auf die Veranstaltung der Rugby- Weltmeisterschaft zurückzuführen ist. Die anderen Städte verzeichnen kräftige Ergebnisse mit einem Anstieg der RevPAR um 8,0 Prozent, welche von steigenden Durchschnittspreisen angetrieben wurden.

Die rückläufige Entwicklung um minus 6,7 Prozent auf vergleichbarer Basis in der Region Nord- und Südamerika ist ausschließlich auf die schwierige Lage in Brasilien zurückzuführen. Alle Länder der Atlantikküste verzeichneten eine extrem hohe Inflation, die auch von den Umsatzzuwächsen (insbesondere +18,5 Prozent in Argentinien) nicht ausgeglichen werden konnte. In Peru (+9,1%) und Chile (11,7%) bot das Umfeld hingegen weiterhin günstige Rahmenbedingungen.

Die Region MMEA erwirtschaftete mit einem vergleichbaren Umsatzplus von 10,0 Prozent sehr zufriedenstellende Ergebnisse unterstützt vor allem durch die südeuropäischen Länder bei HotelInvest, aber auch durch den Nahen Osten bei HotelServices mit sehr kräftigen Zuwächsen in den Vereinigten Arabischen Emiraten (+40% auf vergleichbarer Basis) und in Saudi-Arabien (+14%), was auf das schnelle Wachstum der Marken des Konzerns in der Region zurückzuführen ist.

Die Perspektiven des Konzerns bleiben günstig

Die Ergebnisse im dritten Quartal 2015 sind solide und setzen die im ersten Halbjahr beobachteten Tendenzen fort.

AccorHotels verzeichnet weiterhin eine insgesamt positive Geschäftsentwicklung mit extrem dynamischen Märkten, z. B. in Großbritannien, Deutschland, den Benelux-Ländern, Südeuropa, Zentraleuropa, im Nahen Osten und den meisten Ländern des Asien-Pazifik-Raums.

Das Geschäft in Frankreich wird nach wie vor von der anhaltenden Schwäche der französischen Wirtschaft und einer sinkenden Attraktivität als Reiseziel infolge der Terroranschläge im Januar und der von den Behörden eingeführten Sicherheitsmaßnahmen (Plan Vigipirate) belastet.

Das Hauptaugenmerk gilt der Region Nord- und Südamerika, insbesondere Brasilien, wo die negative Entwicklung der Wechselkurse das sehr schwierige politische und wirtschaftliche Umfeld zusätzlich belastet.

Vor diesem Hintergrund bestätigt der Konzern das EBIT-Ziel 2015 zwischen 655 und 675 Millionen Euro und erfüllt damit die im Juli veröffentlichten Erwartungen in einer reduzierten Spannweite.

Bedeutende Transaktionen und Ereignisse des 3. Quartals 2015

Am 3. Juli 2015 Unterzeichnung einer Partnerschaft mit dem angolanischen Konzern AAA Activos für die Eröffnung von 50 Hotels im Rahmen von Management-Verträgen bis 2017.

Am 1. September 2015 Ernennung von Amir Nahai als Chief Executive Officer Global Food and Beverage.

Am 3. September 2015 erfolgreiche Emission einer Anleihe mit 8-jähriger Laufzeit und einer jährlichen Verzinsung von 2,375 Prozent in einem Volumen von 500 Millionen Euro, gefolgt vom Rückkauf von zwei Anleihen mit einem Fälligkeitsdatum 2017 und einer Verzinsung von 2,875 Prozent bzw. einem Fälligkeitsdatum 2019 und einer Verzinsung von 2,50 Prozent in einem Volumen von insgesamt 598 Millionen Euro, der am 11. September 2015 bekannt gegeben wurde.

Am 30. September 2015 Abschluss des am 29. April 2015 angekündigten Verkaufs von 29 Hotels im Rahmen von „Sale and Franchise Back“-Vereinbarungen an Event Hotels.