Drei Backbetriebe für vorbildliche Nachwuchsförderung ausgezeichnet

Quelle: DBTV

Die Allgemeine BäckerZeitung (dfv Mediengruppe) hat drei Backbetriebe mit dem BakerMaker-Award ausgezeichnet. Die Fachzeitung würdigt damit das außerordentliche Engagement der drei Unternehmen bei der Nachwuchsförderung im Bäckerhandwerk. Übergeben wurde der Preis gestern im Rahmen der Fachmesse Iba in München.

Ausgezeichnet wurden drei Bäckereien in drei Kategorien, eingeteilt nach Betriebsgrößen. Die Gewinner:

Bäckerei Fleury, Brauneberg -Kategorie: bis 50 Mitarbeiter

„Mein Einsatz, die Jugendlichen zu fördern, hört nicht beim Feierabend auf“, sagt Karsten Fleury. Er hat ein offenes Ohr für jede Art von Anliegen seiner Lehrlinge und versucht, zu helfen, wo er kann. Fleury bringt seine Azubis zur Fahrstunde, er fährt mit ihnen zur Europain nach Paris und stellt seiner jetzigen Auszubildenden aus Marokko eine Wohnung. Fleury ist nicht nur Bäckermeister und Chef in seinem Betrieb, sondern auch Berufsschullehrer. Sein Motto: Fördern durch Fordern, aber mit Verständnis. Für seine Auszubildende aus Marokko hat Karsten Fleury eine Bürgschaft übernommen, damit sie überhaupt eine Ausbildung machen kann.

Bäckerei Wegener, Hameln – Kategorie: 51 bis 200 Mitarbeiter

Für Thomas Wegener steht die persönliche Wertschätzung jedes Mitarbeiters an erster Stelle. Es gibt diesbezüglich kein Hierarchiegefälle von Meister und Gesellen gegenüber den Auszubildenden. Unterstützend wirkt die Vorgabe, dass jeder ausgelernte Mitarbeiter in Backstube und Laden die Ausbildereignungsprüfung ablegen muss. Ein Betriebssportangebot ermöglicht auch schwierigen Jugendlichen die Integration ins Team, bei schulischen Problemen bietet Thomas Wegener Nachhilfe an. Alle Auszubildenden können sich für einen Praxis-Aufenthalt im Ausland entscheiden.

Bäckerei Heinrich Beck, Römerstein – Kategorie: ab 200 Mitarbeiter

Für Heinrich Beck ist die Ausbildung eine der wichtigsten unternehmerischen Aufgaben. Eine klare Vorgabe der Ausbildung im Hause Beck ist, die fachliche, aber auch die persönliche Entwicklung der Selbstständigkeit der Auszubildenden zu unterstützen. Das heißt unter anderem, die Auszubildenden werden vom ersten Tag an in Sachen handwerkliche Fertigkeiten geschult, um bald möglichst eigenverantwortlich arbeiten zu können. Qualität kommt von Qualifikation. In diesem Sinne sieht sich Heinrich Beck als Ausbilder auch der Branche verpflichtet.

Die Preisträger erhalten eine Food-Tour durch die Trendstadt Berlin. Gemeinsam mit der ABZ-Redaktion besuchen die Gewinner Bäckereien und holen sich Anregungen für die Betriebe daheim.