Newsroom abonnieren

Digitale Transformation 4.0 INNOVATION. VIELFALT. WANDEL.

Sie erhalten in Kürze eine E-Mail.
X

Digitaler Zahlungsverkehr wächst voraussichtlich erstmals um zehn Prozent weltweit

Quelle: DBTV

Das Volumen für digitale Zahlungen steigt weltweit weiter an. Die Wachstumsrate wird 2015 erstmals auf voraussichtlich 10 Prozent und damit auf 426,3 Milliarden Transaktionen ansteigen. Damit wird der bisherige Rekord von 8,9 Prozent (2014; 387,3 Milliarden Transaktionen) übertroffen. Dies ist das Kernergebnis des World Payments Reports (WPR) 2016 von Capgemini und BNP Paribas.

Der Anstieg des digitalen Zahlungsverkehrs wird beschleunigt durch ein starkes Wirtschaftswachstum in wichtigen Schwellenländern, verbesserten Sicherheitsmaßnahmen, wie EMV und Biometrie, sowie Regierungsinitiativen, die die Förderung elektronische Zahlungen in Entwicklungsmärkten zum Ziel haben. Hinzu kommen steigende Kosten für Barzahlungen. Die Entwicklung hin zum digitalen Zahlungsverkehr wird darüber hinaus durch eine zunehmende Nachfrage nach nahtlosen und sicheren digitalen Transaktionsdiensten, insbesondere von Seiten der Geschäftskunden, gestützt. Dieser Bedarf spornt Transaktionsbanken zu höheren Investments sowie Banken zu einer stärkeren Zusammenarbeit untereinander und/oder mit FinTechs an; All dies, um neue Dienstleistungen schneller auf den Markt zu bringen und einen Mehrwert für digitale Transaktionen bieten zu können, der sich von anderen Angeboten abhebt.

Entwicklungsmärkte wachsen schneller

Der digitale Zahlungsverkehr wuchs länderübergreifend. Entwicklungsmärkte hatten dabei mit 16,7 Prozent höhere Wachstumsraten als etablierte Märkte (6,0 Prozent). Letztere stehen jedoch für 70,9 Prozent der weltweiten digitalen Zahlungstransaktionen. China überholte erstmals Großbritannien sowie Südkorea bei der Zahl der digitalen Transaktionen und steht damit an vierter Stelle der zehn weltweit größten Märkte nach den USA, der Eurozone und Brasilien. Seit 2010 sind Karten das digitale Bezahlinstrument mit dem höchsten Wachstum, während die Nutzung von Schecks immer weiter abnimmt. Sofortzahlungen haben als Alternative zu Bargeld- und Scheckzahlungen ein großes Potenzial, um das Wachstum digitaler Transaktionen weiter voranzutreiben. Doch hier müssen die Beteiligten weiter informiert, mehr Zusatzleistungen zur Verfügung gestellt und die Infrastrukturen bei Händlern und Unternehmen weiter ausgebaut werden.

Banken müssen „digital denken“

Das Kernthema des WPR 2016 sind die Herausforderungen und Möglichkeiten, die sich aus Finanztransaktionen ergeben. „Die grundlegenden Erwartungen der Finanzabteilungen von Unternehmen, wie beispielsweise Kontrolle, Transparenz über die Bargeldbestände und Risikomanagement, haben sich über die letzten Jahre nicht verändert. Doch erwarten Geschäftskunden von Banken zunehmend, dass sie ihre Support-Prozesse wie Accountmanagement, Datenanalyse, Compliance Tracking sowie Betrugserkennung und Prävention digitalisieren“, sagt Jean-François Denis, Deputy Global Head of Cash Management bei BNP Paribas. „Das zwingt Banken ihren Wandel in Richtung Digitalisierung noch weiter zu forcieren und einen kollaborativeren Ansatz zu wählen.“

Hinzu kommt, dass der Umsatz mit Finanztransaktionen durch zahlreiche interne und externe Faktoren unter Druck gerät: niedrige Gebühren und Zinserträge, den unter Druck stehenden Währungswechselgebühren und dem Aufkommen von FinTechs. Letztere sind bekannt dafür, ein besseres Kundenerlebnis durch fortschrittliche Technologien zu liefern und so die Erwartungen der Kunden zu verändern und zu erhöhen.

Markus Nenninger, Head of Payments bei Capgemini in Deutschland: „Sowohl FinTechs als auch Innovation Labs im Bankensektor schaffen neue Voraussetzungen, um eine innovative und verbesserte Customer Journey zu entwickeln. Es kommt nun entscheidend auf die Zusammensetzung neuer Partnerschaften und Kooperationen an, die das Ziel haben, so innovative digitale Lösungen wie möglich zu schaffen und diese dem Kunden genau im richtigen Moment seiner Customer Journey anzubieten.“

Einige Banken haben bereits damit begonnen, einen „digital-first“ Ansatz zu adaptieren. So sehen 79 Prozent aller Führungskräfte im Bankensektor FinTechs als potenzielle Partner, so der WPR 2016. Banken könnten jedoch Innovationen im Bereich Finanztransaktionen noch weiter fördern, wenn sie ihre Systeme über Application Programming Interfaces (APIs) öffnen und die überarbeitete Zahlungsdienstrichtlinie PSD II stärker für sich nutzen würden.

Rechtliches Umfeld übt weiter Druck auf Banken aus

Zahlreiche bestehende und neue Gesetzesinitiativen haben die regulatorische Komplexität für Banken erhöht. In Sachen Zahlungsverkehr zeichnen sich nach Aussage des WPR zwei zentrale Entwicklungen ab: Zum einen die vermehrte Nutzung von Technologien; und zum anderen ein Ansatz, der von verschiedenen Regulatoren verwendet wird, um Unternehmen eine geschützte Umgebung für die Entwicklung von finanztechnischen Innovationen zu bieten. Dazu gehören das Project Innovate der britischen Finanzmarktaufsichtsbehörden mit einer Regulatory Sandbox sowie der Singularity Innovation Hub in den Niederlanden.

Weitere Artikel aus diesem Newsroom


WirtschaftsWoche erscheint in neuem Layout

Das Wirtschaftsmagazin wurde einem inhaltlichen und visuellen Relaunch unterzogen und erscheint ab sofort in modernerem Design und vereinfachter Struktur. Eine klare Themengliederung, gezielte Farbakzente und…


E-Health-Angebot für Schwangere und Mütter.

24-h-Online-Sprechstunde bietet flexible Versorgung. Bei Hautausschlag, Fieber und Erkältungssymptomen sind Schwangere und Mütter von Babys oft verunsichert. Wann gehe ich zum Arzt? Welche Medikamente dürfen…



Mit der Digitalisierung steigen die Profite.

PDF-Studie – Können mittelständische Unternehmen durch Digitalisierung ihren wirtschaftlichen Erfolg steigern? Diesen Zusammenhang hat eine von der Telekom Deutschland, AlixPartners und Iskander Business Partner beauftragte…



Mehr Umsatz durch Influencer.

Studie – Jeder fünfte deutsche Internetnutzer kauft, was YouTuber empfehlen. Immer mehr Deutsche lassen sich von sogenannten Influencern im Social Web zum Kauf von Produkten…




Via App zum ärztlichen Rezept.

Der digitale Weg zum Arztrezept. Um ein ärztliches Rezept zu bekommen, mussten Patienten bisher eine Arztpraxis aufsuchen. Ab jetzt geht das auch anders. Denn ab…









Digitalisierung.

Den digitalen Wandel gestalten

Die Digitalisierung ist in vollem Gange. Sie betrifft uns alle – und sorgt für einen tiefgreifenden Wandel in jedem Lebensbereich. Die digitale Transformation eröffnet dabei…


Staufen AG gründet Industrie-4.0-Tochter

Digital Workx und startet Marktoffensive in Nordamerika. Unternehmensberatung künftig mit mehr als 260 Mitarbeitern auf nun vier Kontinenten. Die Unternehmensberatung Staufen setzt ihren Wachstumskurs fort…





Förderung.

Start-ups rollen Logistikbranche auf

Oliver Wyman-Analyse zur Digitalisierung im Speditionsgeschäft Die Logistikbranche steht vor weit reichenden Veränderungen durch die Digitalisierung des kompletten Speditionsgeschäfts. Ausgerechnet die global führenden deutschen Unternehmen…


Zahlen per Smartphone? Warum?

Deloitte-Studie zeigt: Deutschland europaweites Schlusslicht bei Mobile Payment – starke Zurückhaltung der Verbraucher Sie gelten als „digital Natives“, als „early Adopters“ und damit als besonders…





Digitalisierung im Pharmahandel

In Zeiten, in denen sich ganze Branchen den Kopf über geeignete Digitalisierungsstrategien zerbrechen, lebt der vollversorgende pharmazeutische Großhandel sie vor. Denn im Geschäft mit der…


Die girocard auf dem Smartphone

Genossenschaftliche FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken startet Pilottest in Kassel Nach dem erfolgreichen Start der girocard kontaktlos, mit der bald alle Kunden der Volksbanken und Raiffeisenbanken ausgestattet…




Digitales Viertel Köln

Greven Medien bietet lokalen Einzelhändlern ein einmaliges, digital-vernetztes Einkaufserlebnis und startet damit erfolgreich in Köln ein Pilotprojekt. Ein gratis Tortenstück, einen Rabatt beim Friseur oder…


Internet der Dinge und Industrie 4.0

Software AG vereinbart Innovationspartnerschaft mit Bosch – beide Unternehmen planen gemeinsame Vertriebsaktivitäten Die Software AG (Frankfurt TecDAX: SOW) und die Robert Bosch GmbH haben eine…





Das vernetzte Cockpit der Zukunft

Die Transformation der Mensch-Maschine-Schnittstelle ist in vollem Gange: Smarte Oberflächen mit integrierter Elektronik verbessern die Konnektivität der Insassen. Der Intuition-Demonstrator von Faurecia ist mit vielen…












easyCredit treibt digitale Transformation weiter voran

easyCredit, der Ratenkreditexperte der genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken, behauptete sich im vergangenen Geschäftsjahr erfolgreich in einem hoch dynamischen Marktumfeld. Dabei punktet easyCredit durch konsequente Kundenorientierung…