Die neue Sehnsucht nach Sicherheit

Quelle: LBS West

LBS: Angebot bei Wohnimmobilien immer knapper. Bauspar- und Finanzierungsgeschäft zieht deutlich an

Die Immobilientochter der LBS West war im vergangenen Jahr erneut der größte Makler von Wohnimmobilien in Nordrhein-Westfalen. Im Verbund mit den Sparkassen wurden 9.835 Objekte im Wert von 1,89 Milliarden Euro vermittelt. Neun von zehn der vermarkteten Immobilien stammten aus zweiter Hand. „Bestseller“ waren wieder die gebrauchten Eigenheime: 4.669 Ein- und Zweifamilienhäuser wechselten durch Vermittlung der LBS den Besitzer. Parallel dazu zog die Nachfrage nach Bausparverträgen und zinssicheren Finanzierungen deutlich an.

„Aufgrund der anhaltend lebhaften Nachfrage und des enger werdenden Angebotes haben die Preise für Wohnimmobilien regional unterschiedlich angezogen“, berichtet Uwe Körbi, Geschäftsführer der LBS Immobilien GmbH NordWest. Im Durchschnitt kostete im vergangenen Jahr ein gebrauchtes Eigenheim in NRW 193.000 Euro (+ 3 %). Stärker gestiegen sind die Preise für Eigentumswohnungen aus zweiter Hand: Für die in NRW vermittelten 2.464 Gebraucht-Wohnungen wurde ein Durchschnittspreis in Höhe von 1.508 Euro pro Quadratmeter gezahlt (+ 7,4 %).

Der Wunsch nach der Sicherheit der eigenen vier Wände spiegelt sich auch im Bauspar- und Finanzierungsgeschäft der LBS West wider. Die Nachfrage nach Bausparverträgen zur langfristigen Absicherung der Finanzierungszinsen stieg bis Ende März um 5 Prozent. Die Kreditzusagen in Zusammenarbeit mit den Sparkassen legten sogar um 18 Prozent zu.

Der Anteil der als Kapitalanlage erworbenen Immobilien lag 2015 unverändert bei 13 Prozent der Häuser und Wohnungen. Nachdem ‚Betongold‘ in den vergangenen Jahren als sichere und wertbeständige Anlage stark gesucht war, sind mittlerweile viele private Investoren versorgt. Auch werde das Angebot im Normalpreissegment, das als Kapitalanlage geeignet ist, immer geringer, so Körbi: „Wir hätten noch weit mehr Immobilien vermarkten können, wenn es das Angebot zugelassen hätte.“ Das gelte insbesondere für die Universitätsstädte und Ballungszentren in Nordrhein-Westfalen. Trotz steigender Baugenehmigungs- und Fertigstellungszahlen sei die Neubautätigkeit im bevölkerungsreichsten Bundesland bei weitem nicht ausreichend, um den Bedarf zu decken.