Die Macht von Aldi, Edeka & Co.

Quelle: obs/ZDF

ZDFzoom über den Kundenkampf um jeden Preis.

Welche Folgen haben billige Lebensmittel für Verbraucher und Erzeuger – gerade mit Blick auf die Marktmacht von Supermärkten und Discounter? „ZDFzoom“ nimmt am Mittwoch, 8. Juli 2015, 22.45 Uhr, „die Macht von Aldi, Edeka & Co.“ in den Fokus und beleuchtet den „Kundenkampf um jeden Preis“. Der Film von Arne Lorenz berichtet über das Machtverhältnis zwischen Handel und Lieferanten, über fehlende unabhängige Kontrollen sowie die Auswahl und Qualität der Lebensmittel.

In Deutschland teilen sich die vier führenden Konzerne Edeka, Aldi, Rewe und die Schwarz-Gruppe rund 85 Prozent des Marktes. Das verleiht ihnen Macht über die Konsumenten, denn die meisten Deutschen kaufen dort ihre Lebensmittel, angelockt durch billige Angebote.

Die vier Handelsketten sind der Flaschenhals, den tausende Produzenten auf dem Weg zu Millionen von Kunden passieren müssen. Und dabei bestimmen meistens die Konzerne die Spielregeln. Das bleibt nicht ohne Folgen für Lieferanten und Konsumenten: Da den Produzenten das Wasser oftmals bis zum Hals steht, fürchten Verbraucherzentralen, dass die Qualität der Waren auf der Strecke bleibt. Kleinen und mittelständischen Gemüsehändlern, Milchbauern und Fleischproduzenten bleibt kaum die Chance, einen fairen Preis für ihre Waren zu bekommen. Denn nicht sie bestimmen darüber, sondern die Handelsketten – oft noch im Verbund mit einigen wenigen Schlachtbetrieben oder Molkereigenossenschaften, die den deutschen Markt beherrschen.

Informationen darüber dringen nur spärlich an die Öffentlichkeit. Offensichtlich ist das Verhältnis der Supermärkte und Discounter zu ihren Zulieferern ein heißes Thema in der Branche. „ZDFzoom“ berichtet von kaum bekannten Praktiken: verspätete Zahlungen, unverhältnismäßige Rabatte, Verkaufsverbote an andere Abnehmer. Schon lange stehen die großen Handelskonzerne unter Beobachtung des Bundeskartellamtes.