bonprix wächst zehntes Jahr in Folge profitabel und besonders stark in Osteuropa

Foto: Dr. Richard Gottwald, Vorsitzender der Geschäftsführung bei bonprix. Quelle: bonprix Handelsgesellschaft mbH.

Die bonprix Handelsgesellschaft mbH, eines der umsatzstärksten Unternehmen der Otto Group, blickt auf ein gutes Geschäftsjahr 2018/19 zurück. Die vertikal integrierte und international erfolgreiche Modemarke verzeichnet in ihrem Abschluss zum 28. Februar auf vergleichbarer Basis ein Umsatzwachstum von 3,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Nach vorläufigen Berechnungen steigert bonprix damit die Erlöse von rund 1,56 Milliarden Euro auf über 1,57 Milliarden Euro (IFRS) und legt somit auch nominell leicht zu. Hohe Zuwächse erzielen insbesondere die osteuropäischen Märkte wie Polen und Tschechien. Die Rendite (EBT) bewegt sich wie bereits im Vorjahr stabil in einem Zielkorridor zwischen drei und fünf Prozent. Auch auf das laufende Geschäftsjahr 2019/20 blickt bonprix optimistisch.

bonprix wächst inzwischen das zehnte Jahr in Folge profitabel. „Wir freuen uns über das solide Wachstum und die stabile Rendite im vergangenen Geschäftsjahr. Die positiven Entwicklungen in vielen unserer umsatzstarken Märkte zeigen, dass wir mit unserem internationalen Geschäftsmodell auch unter teilweise herausfordernden Rahmenbedingungen gut aufgestellt sind“, kommentiert Dr. Richard Gottwald, Vorsitzender der Geschäftsführung der bonprix Handelsgesellschaft mbH, die vorläufigen Zahlen.

Wachstumsstarke Märkte, Veränderungen und Neuzugänge im internationalen Portfolio

Über 50 Prozent des Gesamtumsatzes erwirtschaftet bonprix im Ausland. Im zurückliegenden Geschäftsjahr waren insbesondere die osteuropäischen Märkte große Wachstumstreiber. Polen und Tschechien erzielen jeweils ein Umsatzplus von über 20 Prozent, in den etwas kleineren Märkten Rumänien und Ungarn liegt der Zuwachs sogar bei je über 30 Prozent. Auch die skandinavischen Länder entwickeln sich vielversprechend:

Der Markteintritt in Norwegen 2017 verlief positiv; Schweden verzeichnet zweistellige Wachstumsraten. Auf Vorjahresniveau bewegt sich der US-amerikanische Markt und erreicht auch in 2018/19 deutlich über 250 Millionen Euro Umsatz. Aus der Türkei hat sich bonprix im abgelaufenen Geschäftsjahr aufgrund fehlender wirtschaftlicher Perspektiven zurückgezogen; in Brasilien bleibt die Marke durch ein Franchisekonzept präsent. In Europa setzt bonprix weiter auf die konsequente Konzeptmultiplikation in vielversprechenden globalen Modemärkten und expandiert aktuell nach Spanien: Der landeseigene Webshop geht im zweiten Halbjahr 2019 live.

IT-Umstellung im Kernmarkt Deutschland

Auf dem deutschen Markt liegt der Umsatz von bonprix ganz leicht unter Vorjahresniveau. Dies ist unter anderem auf den langen und heißen Sommer zurückzuführen, der sich auch auf den Absatz der Modemarke in Deutschland ausgewirkt hat. Darüber hinaus hat das Unternehmen aufgrund der technischen Umstellung seiner IT-Landschaft umsatzfördernde Kampagnen nicht forciert: „Wir wollten die Einführung von SAP so reibungslos wie möglich gestalten und haben daher vertriebliche und verkaufsfördernde Aktivitäten während dieser Phase bewusst heruntergefahren“, sagt Dr. Kai Heck, Geschäftsführer bei bonprix und verantwortlich für IT, Finanzen und Services. Die IT-Umstellung mit besonderem Fokus auf den Kernmarkt Deutschland hat bonprix im letzten Jahr sehr erfolgreich abgeschlossen. „Die gelungene Einführung ermöglicht uns ein insgesamt schnelleres und flexibleres Agieren und eine noch stärker auf die Kundin ausgerichtete Ansprache. Damit sind wir für die erfolgreiche Weiterentwicklung unseres Geschäftsmodells technologisch bestens gerüstet“, so Heck.

Mobile als Wachstumstreiber

Analog zu den letzten Jahren bleiben Mobile Devices Wachstumstreiber. In Deutschland verzeichnete bonprix beispielweise im abgelaufenen Geschäftsjahr rund 60 Prozent Umsatzanteil am E-Commerce über Smartphone und Tablet. Der Traffic-Anteil über diese mobilen Devices liegt hier inzwischen bei knapp 75 Prozent. Allein der App-Traffic ist im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 40 Prozent angestiegen. Mit der in Hamburg entwickelten Shopping-App für Android und iOS ist bonprix inzwischen in 12 Ländern aktiv und verzeichnet mehr als 6,5 Millionen Installationen.

Nummer 1 bei Wäsche und Bademode

Sortimentsseitig entwickeln sich insbesondere die Trend- und klassischen Kollektionen der Damenoberbekleidung (DOB) von bonprix weiterhin positiv mit zum Teil zweistelligen Umsatzzuwächsen für einzelne Modelinien. In den Kategorien Wäsche und Bademode stellt die vertikale Marke wieder einmal ihre Stärke unter Beweis und verzeichnet im vergangenen Geschäftsjahr in beiden Bereichen ein solides Wachstum auf hoher Umsatzbasis. Nicht umsonst ist bonprix bei Wäsche und Bademode die Nummer 1 im deutschen Distanzhandel. [3]

Zukunftsfähige Innovationen

Großes Augenmerk legt das internationale Modeunternehmen auf den Ausbau seines Nachhaltigkeitsengagements und die Investition in innovative Technologien. Gemeinsam mit niederländischen Geschäftspartnern gründete bonprix 2017 das Joint Venture CleanDye und investierte damit in den Bau einer Fabrik für wasserloses Färben in Vietnam. Hier kommt eine nachhaltige Färbemethode zum Einsatz, bei der spezielle Textilien mit Kohlendioxid anstelle von Wasser gefärbt werden. Die Fabrik wurde erst am 11. April 2019 durch die niederländische Ministerin für Infrastruktur und Wasserwirtschaft Cora van Nieuwenhuizen und bonprix Geschäftsführer Rien Jansen, verantwortlich für Einkauf, Marketing und Retail, feierlich eröffnet. Aktuell werden die Maschinen in Betrieb genommen, der Start der Färbungen ist für das späte Frühjahr geplant und die ersten Produkte sollen Ende 2019/Anfang 2020 verfügbar sein.

Ein weiteres Beispiel für die Innovationskraft von bonprix ist das radikal kundenzentrierte, digital assistierte und lernfähige Retailkonzept „fashion connect“. Der Mitte Februar eröffnete Pilot Store in der Hamburger Innenstadt ist sehr positiv gestartet und befindet sich nun in kontinuierlicher Fortentwicklung. Im Sinne der Omni-Channel-Strategie sind dort unter anderem neue Features wie der verstärkte Einsatz digitaler Marketingmaßnahmen, personalisierte Produktvorschläge, automatischer Check-In und ein sukzessiver Ausbau der Zahlungsmöglichkeiten in Planung.