AUTO BILD deckt auf: Audis TFSI-Motoren werden zu Ölfressern

Verkokungen auf dem Kolbenboden eines Motors EA888 2.0. Quellenangabe: AUTO BILD.

Einige Audi-Fahrer füllen Öl fast so häufig ein wie Benzin: Bis zu zweieinhalb Liter Öl auf 1.000 Kilometer verbrauchen Audi-Modelle mit 1.8- und 2.0-TFSI-Motoren (Baureihe EA888, Baujahre 2008 bis Mitte 2011). Mittlerweile machen die Ölfresser-TFSI den größten Anteil der Audi-Fälle im AUTO BILD-Kummerkasten aus. An den Kummerkasten können sich Leser wenden, die Probleme mit ihrem Auto haben. Doch was ist die Ursache für den hohen Ölverbrauch bei Motoren der Baureihe EA888? Für die aktuelle AUTO BILD-Ausgabe 6/17 (EVT: 10.2.2017) ist die Redaktion auf Spurensuche gegangen. „Die Indizien sprechen für einen Konstruktionsfehler des Ölabstreifrings“, sagt AUTO BILD-Mitarbeiter Roland Kontny.

Der Ölabstreifring zieht das für die Schmierung von Kolben und Zylinderwand nötige Öl ab und leitet es durch Bohrungen über das Kolbeninnere in die Ölwanne. Passiert das nicht vollständig, bleibt Öl im Brennraum. Die Folge sind sogenannte Verkokungen, also Ablagerungen, die bei der Verdampfung des Öls im Brennraum entstehen. Diese setzen sich auf dem Kolbenboden und in den Bohrungen des Rings ab und sorgen für einen immer schlechteren Abtransport.

Obwohl Audi in der Serienproduktion und bei Reparaturen inzwischen ein verbessertes Bauteil einsetzt, äußert sich der Hersteller auf AUTO BILD-Nachfrage nicht zu den Vorwürfen. Man wolle „derartige Details aus dem Servicebereich“ nicht offenlegen. Roland Kontny: „Das ist eine Ohrfeige für alle hierzulande Betroffenen – sie werden zu Kunden zweiter Klasse degradiert. Denn in den USA hat Audi 2014 zugestimmt, 129.000 Autos kostenlos nachzubessern sowie die Garantie auf bis zu acht Jahre zu verlängern.“

Den Artikel „Audis verkokte Kolben“ lesen Sie in der aktuellen Ausgabe 6/2017 von AUTO BILD, die am 10. Februar 2017 erscheint. AUTO BILD im Internet: www.autobild.de