Apotheke vor Ort oder Versandhandel?

Apotheke vor Ort oder Versandhandel?. Der Healthcare Monitor erhebt ein regelmäßiges Stimmungsbild der deutschen Bevölkerung zu den Zukunftsfragen des deutschen Gesundheitssystems. Quelle: AbbVie Deutschland GmbH & Co KG.

#AbbVieHealthcareMonitor erhebt Meinung der Bevölkerung

Die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) darüber, dass ausländische Versandapotheken auch in Deutschland Preisnachlässe auf rezeptpflichtige Arzneimittel gewähren dürfen, wird aktuell kontrovers diskutiert. Politische Akteure suchen eine Lösung für die neue Situation und diskutieren dabei unter anderem das vollkommene Verbot des Versandhandels mit rezeptpflichtigen Medikamenten. Das forschende BioPharma-Unternehmen AbbVie Deutschland hat die Meinung der Bevölkerung zu diesem Themenkomplex in einer neuen Welle seiner regelmäßigen Umfrage AbbVie Healthcare Monitor erhoben. Die repräsentative Erhebung wird in Zusammenarbeit mit Kantar EMNID durchgeführt.

„Die Ansichten der politischen Akteure und der Verbände wurden in den vergangenen Monaten ausgiebig diskutiert – Wir wollten die öffentliche Meinung zu diesem Thema herausfinden. Was ist den Deutschen bei Apotheken wichtig und wie bewerten sie den Versandhandel?“, beschreibt Anja Moeller, Leiterin des AbbVie Hauptstadtbüros, den Ansatz der Fragen.

Die Ergebnisse zeigen: 78 Prozent der Deutschen kaufen ihre Medikamente ausschließlich in der Apotheke vor Ort. Dagegen setzen 2 Prozent der Bevölkerung ausschließlich auf Versandapotheken. Betrachtet man die Gründe hierfür, so werden Apotheken vor Ort wegen der persönlichen und individuellen Beratung geschätzt.

Wer Medikamente in der Versandapotheke kauft, begründet dies in der Regel mit dem günstigeren Preis. Bequemlichkeit oder die Lieferung ins Haus werden als weitere Argumente für die Versandapotheke genannt. 93 Prozent der Befragten, die in Versandapotheken einkaufen, beziehen dort verschreibungsfreie Medikamente. Rund 17 Prozent der Befragten, die in Versandapotheken bestellen, beziehen dort nach eigener Aussage auch verschreibungspflichtige Medikamente.

Vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Debatte wurde auch gefragt, ob die Befragten eher in Versandapotheken kaufen würden, wenn sie dort Rabatte auf verschreibungspflichtige Medikamente bekämen. 25 Prozent derjenigen, die bisher nicht in Versandapotheken kaufen, würden dann dort bestellen; 69 Prozent würden weiterhin nicht dort einkaufen, weil sie beispielsweise Apothekenschließungen befürchten.

In einer repräsentativen Zufallsstichprobe wurden im Zeitraum vom 29. bis 30. November 2016 insgesamt 1.004 telefonische Interviews (CATI Dual Frame Omnibus) durchgeführt. Ausgewählte Ergebnisse und Grafiken finden Sie im Grafik-Report Dezember 2016.